Volksinitiative "Keine Massentierhaltung in der Schweiz" hat 50.000 Unterschriften

Die Volksinitiative „Keine Massentierhaltung in der Schweiz“ fordert die Abschaffung der "industriellen Tierhaltung zur möglichst effizienten Gewinnung tierischer Erzeugnisse, bei der das Tierwohl systematisch verletzt wird".

Für die Volksinitiative „Keine Massentierhaltung in der Schweiz“ sind rund acht Monate nach ihrem Start 50.000 der benötigten 100.000 Unterschriften zusammengekommen. Das hat teilte der Initiator, der Verein Sentience Politics, in der vergangenen Woche mit. Allein am Abstimmungswochenende vom 9. und 10. Februar habe man in Basel, Bern, Luzern und Zürich insgesamt 1.904 Unterschriften gesammelt. Nun bleibe noch bis zum 12. Dezember Zeit, weitere Unterschriften einzuholen.

Sentience Politics kritisiert, dass in der Schweiz die sogenannte Massentierhaltung dominiere. Unter dieser versteht der Verein die „industrielle Tierhaltung zur möglichst effizienten Gewinnung tierischer Erzeugnisse, bei der das Tierwohl systematisch verletzt wird“. Diese Form der Tierhaltung fördere zudem den Klimawandel, den globalen Hunger und die Bildung von Antibiotikaresistenzen. Die Schweizer Regierung müsse sie daher abschaffen, forderte der Verein. Für die tierfreundliche Unterbringung und Pflege, den Auslauf ins Freie, die Schlachtung und die maximale Gruppengröße je Stall seien Kriterien festzulegen. An diesen müssten auch die Vorschriften über den Import von Tieren und tierischen Erzeugnissen neu ausgerichtet werden. Kleinbauern und Alpbetriebe seien von den Änderungen nicht betroffen, betonte Sentience Politics.

Die landwirtschaftliche Tierhaltung in der Schweiz ist vergleichsweise klein strukturiert. Laut Zahlen der offiziellen Statistik werden in den Talgebieten des Landes pro Milchviehbetrieb im Durchschnitt 30,5 Milchkühe gehalten. Ein Schweinehalter im Talgebiet kommt auf im Mittel 284 Tiere.

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