Weltweiter Schweinefleischhandel vor Umbruch

Die eskalierenden Handelsspannungen zwischen den USA und China sowie innerhalb Nordamerikas werden den weltweiten Schweinefleischhandel im zweiten Halbjahr 2018 stark beeinträchtigen. Das zeigt der jüngste Quartalsbericht der Rabobank zum Schweinefleischmarkt.

Containerschiff (Bildquelle: Nordcapital)

Die eskalierenden Handelsspannungen zwischen den USA und China sowie innerhalb Nordamerikas werden den weltweiten Schweinefleischhandel im zweiten Halbjahr 2018 stark beeinträchtigen. Das zeigt der jüngste Quartalsbericht der Rabobank zum Schweinefleischmarkt.

Unter anderem werden neue Zollmaßnahmen für Agrarerzeugnisse auf verschiedenen Märkten großen Druck ausüben, so Chenjan Pan, Senior Analyst – Animal Protein der Rabobank.

Darüber hinaus wird erwartet, dass die in der ersten Jahreshälfte gestiegene Produktion die Preise im zweiten Halbjahr weiter belasten wird. Für zusätzliche Unsicherheiten sorgt die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Europa.

Der von der Rabobank errechnete Fünf-Nationen-Schweinepreisindex ist unter das Durchschnittsniveau von 2015 bis 2017 gesunken, was die Marktstimmung deutlich widerspiegelt.

In der EU ist die Marktentwicklung indes relativ stabil, obwohl die Schweinefleischpreise 17 % unter dem Vorjahresniveau liegen und ein Anstieg der Futterkosten die Rentabilität der Landwirte beeinträchtigen könnte. Die EU-Ausfuhren profitieren von den Handelsspannungen in anderen Regionen. Und auch Brasilien bieten die zunehmenden Handelsspannungen in anderen Teilen der Welt die Möglichkeit, Exporte in bestehende Märkte zu steigern und Zugang zu neuen Märkten zu erhalten.  

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