Neustart

Westfleisch nimmt in Coesfeld den Betrieb wieder auf

Nach einem Testlauf am Dienstag ohne Tiere startet Westfleisch an seinem Coesfelder Standort am Mittwoch unter Aufsicht der Behörden wieder einen reduzierten Schlachtbetrieb.

In Coesfeld startet am heutigen Dienstag das stufenweise Wiederanfahren des Betriebes von Westfleisch. Zunächst findet ein Testlauf statt, bei dem die Beschäftigten alle Prozesse ohne Tiere durchführen werden, teilt das Unternehmen mit.

Vertreter aller relevanten Überwachungsbehörden werden diesen Testlauf begleiten und etwaige Korrekturmaßnahmen direkt im Anschluss mit den Unternehmensvertretern besprechen. Ab Mittwoch sollen dann bei einem stark reduzierten Testbetrieb die ersten 1.500 Schweine geschlachtet werden; auch dieser Prozess findet im Beisein von Vertretern aller relevanten Behörden statt, erklärt Carsten Schruck, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Westfleisch SCE.

In enger Abstimmung mit den Behörden soll dann auch die Planung der folgenden Arbeitstage erfolgen. Ins Werk dürften ausschließlich Mitarbeiter, die zuverlässig negative Testergebnisse aufweisen, heißt es weiter.

Westfleisch übernimmt rund 350 Werkvertragsarbeiter

Als Folge der jüngsten Vorkommnisse trennt sich Westfleisch an seinem Standort in Coesfeld von einem externen Werkvertragsunternehmen, in dessen Reihen viele Beschäftigte positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Westfleisch übernimmt die rund 350 betroffenen Werkvertragsarbeiter, die laufenden Mietverhältnisse und kümmert sich um den Transport von und zur Arbeitsstätte, so das Unternehmen weiter.

Bereits in den vergangenen Jahren hat Westfleisch laut Vorstandsmitglied Johannes Steinhoff eine Vielzahl an Mitarbeitern in die eigenen Konzernstrukturen zurückgeholt: Seit 2014 hat sich die Zahl der Westfleisch-eigenen Mitarbeiter von 1.900 auf nun rund 4.150 mehr als verdoppelt; im Gegenzug baute das Unternehmen die Zahl der externen Beschäftigten sukzessive ab.

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Der Westfleisch-Standort Coesfeld bleibt vorerst geschlossen. Das Unternehmen nimmt trotz der vorübergehenden Standortschließung jedoch alle Vertragsschweine ab, betont man.

Der Absturz auf dem Schweinemarkt belastet auch die Ferkelpreise. Analysten erwarten für Sauenhalter in den nächsten Monaten keine rosigen Zeiten, aber zumindest stabile Preise.

Die Vermarktung von Schlachtschweinen gerät wegen der Coronakrise ins Stocken. Westfleisch öffnet deshalb die Gewichtsgrenzen nach oben.


Diskussionen zum Artikel

von Norbert Post

Werktvertrag... Transport-.. Sammel-Unterkünfte....

Liebe Westfleisch Verantwortliche, bitte bedenkt bei allen Worten die ihr verwendet auch an die Menschen die da " trans-portiert" werden, in Sammel-Unterkünften wohnen.... Werkvertrag haben.... Unglaublich wie stumpf unsensibel die Kommunikation bei Westfleisch ist.

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