Ängste außer Kontrolle Plus

Der eine fürchtet sich vor Spinnen, der andere hat Angst, vor einer Gruppe zu sprechen. Ein Dritter sorgt und ängstigt sich ständig. Angststörungen machen sich oft körperlich bemerkbar. Die gute Nachricht: Häufig sind sie behandelbar.

Konzerte besucht Miriam schon lange nicht mehr. Der Marktstand, den sie mittwochs und samstags auf dem Wochenmarkt betreibt, wird mehr und mehr zur Tortur. Warteschlangen beim Einkaufen und viele Kunden, die gleichzeitig in ihrem Hofladen sind, werden zunehmend ein Problem für sie. Menschenmengen und die Furcht davor, im Notfall nicht flüchten zu können, bereiten ihr regelmäßig panische Angst.

Dann rast plötzlich ihr Herz wie wild. Sie atmet schneller und kalter Schweiß rinnt ihr über den Rücken. Sie will nur weg aus der Situation. Eine normale Reaktion ist das nicht. Denn ihre Angst ist unangemessen und steht in keinem Verhältnis zur Situation. Mediziner wie Konrad Röhl, Oberarzt und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sprechen bei Reaktionen wie dieser von einer Agoraphobie, einer speziellen Form der Angststörung.

Angst ohne Gefahr

Ängste sind eigentlich völlig normal. So haben sie uns in der menschlichen Evolution das Überleben ermöglicht und auch heute noch hält uns Angst davon ab, zu hohe Risiken einzugehen. Die Furcht vor einem knurrenden Hund beispielsweise ist eine wichtige Schutzreaktion, die unsere Sinne und Aufmerksamkeit steigert.

Droht Gefahr, schüttet unser Körper in...


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