Die Lehren aus dem Sojaanbau 2018 Plus

Die Sojabohnen haben die extreme Trockenheit besser weggesteckt als der Mais. Wie sich die Anbautechnik weiter optimieren lässt, schildert Jürgen Recknagel, LTZ Augustenberg.

Die Befürchtungen waren groß, dass das Verbot von Pflanzenschutzmitteln auf Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) zu einem Rückgang des Sojaanbaus führen wird.

Anbaufläche steigt weiter:

Doch genau das Gegenteil ist nun der Fall: Der seit Jahren anhaltende Aufwärtstrend setzte sich 2018 fort und erreichte mit bundesweit 23900 ha, davon 7300ha in Baden-Württemberg und 11900ha in Bayern, erneut einen Höchststand (Übersicht). Die meisten Landwirte verlagerten den Sojaanbau offenbar auf die normale Anbaufläche und betrachteten Soja somit als „normale“, aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit anbauwürdige Kultur. Dass in konventionellen Betrieben gehackt wird, um die Sojabohne auch weiterhin auf ÖVF anbauen zu können, ist der Ausnahmefall.

In Bayern kam es zu einer Flächenausweitung um 45 %, in Baden-Württemberg um 10 %. Schwerpunkte des Anbaus liegen in Ober- (5241 ha) und Niederbayern (2933 ha) bzw. in Nordwürttemberg (2338 ha) und Südbaden (2197 ha). Der Öko-Anteil erreichte bayernweit 17,5 % mit Spitzenwerten von 37 % in Schwaben und 27 % in Mittelfranken. In Baden-Württemberg stieg er auf 19,5 % und damit das 3,3-Fache des Öko-Anteils an der Ackerfläche. Ökosoja erzielt meist doppelt so hohe Preise wie konventionelles Soja, ist recht gesund und braucht dank der Impfung mit Knöllchenbakterien keine Stickstoffdüngung.

Bayern plus 4000 ha:

Dass die Sojafläche in Bayern gleich um 4000 ha wuchs, dürfte auf zwei Faktoren zurückzuführen sein: Den möglichen...


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen