FFH: Was wird aus den „nicht-gemeinten“ Flächen? Plus

Das beste Grünland von Josef Würzburger unterliegt als sogenannte „nicht-gemeinte“ Fläche im FFH-Gebiet keinen Auflagen. Dass das auch so bleibt, hätte er gern schriftlich.

Mit 15 ha arrondiertem Grünland kann sich der Rinderhalter Josef Würzburger aus Föhrental im Glottertal (Südschwarzwald) eigentlich glücklich schätzen. Von wüchsigen, tiefgründigen Weidelgras-Standorten holt er für seine Ammenkühe, Ochsen und Kälber seit Jahrzehnten gutes Futter herunter. In manchen Jahren bis zu vier Schnitten.

Daran hat selbst die Ausweisung von rund 5 ha als FFH-Gebiet vor etlichen Jahren nichts geändert, obwohl seine besten und intensivsten Schläge mitten in dieser Zone liegen. Sie blieben als sogenannte „nicht-gemeinte“ Flächen von Bewirtschaftungsauflagen verschont, weil sie keinem schützenswerten FFH-Lebensraumtyp entsprechen oder weil dort keine besonderen Arten vorkommen. Doch vor dem Hintergrund der aktuellen Stimmung in der Gesellschaft macht sich Würzburger wie viele andere Landwirte um die Zukunft seines Betriebes große Sorgen: „Im Zuge der aktuellen FFH-Kartierrunde und der geplanten Entwicklungs- und Managementpläne für das Gebiet sowie angesichts der Diskussion um das Biodiversitätsgesetz habe ich Angst, dass der Status nicht-gemeinte Flächen lautlos verschwindet und damit meine Existenzgrundlage allmählich verloren geht.“

Ist Seine Sorge berechtigt?

Verschärft werde die Abhängigkeit von diesen sehr ertragsstabilen Flächen durch den Klimawandel, sagt Würzburger: „Meine Süd- und Westhänge brennen in den letzten Jahren zunehmend aus, ich bin immer stärker von diesen nicht-gemeinten Flächen an den Ost- und Nordhängen abhängig.“ In den meisten Fällen handelt es sich bei den nicht-gemeinten Flächen im Rahmen der FFH-Verordnung um Hofstellen, Straßen, Siedlungen oder um intensiv bewirtschaftete Flächen. Liegen sie am...


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