Kartoffeln: Wie Sie die Auflagen des LEH erfüllen

Der Handel überbietet sich mit niedrigen Rückstandshöchstgehalten von Pflanzenschutzmitteln. Mit welcher Strategie Sie die Zielwerte erreichen, erklärt der Kartoffelberatungsdienst Heilbronn.

In Sachen Risikobewertung von Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen nimmt es die EU genau. Die EFSA überprüft, ob ein Wirkstoff bei korrekter Anwendung schädigend für den Menschen sein kann oder ob negative Umweltauswirkungen zu erwarten sind. Außerdem spricht sie Empfehlungen zu den Rückstandshöchstgehalten aus.

Ihre Arbeit ist wissenschaftlich fundiert und entspricht international anerkannten Standards. Dem deutschen Lebensmitteleinzelhandel war das trotzdem nicht genug. Schon vor ca. zehn Jahren haben sie die rechtlich verbindlichen Rückstandshöchstgehalte privatrechtlich ergänzt und verschärft. Das Ergebnis ist eine Vielzahl an eigenen, niedrigeren Grenzwerten in den unterschiedlichsten Kombinationen.

Welche Strategie wählen?

Die Praxis zeigt zwar: Nach diesen Werten lassen sich erfolgreich Kartoffeln produzieren. Ein Selbstläufer ist das allerdings nicht und die Herausforderungen werden größer:

  • Noch stehen für den Einsatz in Kartoffeln genug Wirkstoffe zur Verfügung, um Resistenzen gegen Kartoffelkäferlarven, Läuse, Unkräuter und gegen die hochvirulenten Kraut- und Knollenfäulepilze zu vermeiden. Doch die Palette wird kleiner.
  • Die Anforderungen des LEH sind nur zu erfüllen, weil alle Händler regelmäßig und in großem Umfang Kartoffeln beproben lassen. Unverzichtbar ist zudem eine kompetente Beratung der Praktiker zu den einzelnen Wirkstoffen.
  • Die Praktiker müssen ihre Pflanzenschutzstrategie hinsichtlich der Anforderungen optimieren.

Strategie optimieren

Als Erstes sollte der Blick zu Mitteln gehen, die aufgrund ihres Wirkmechanismus besonders von der Rückstandsproblematik betroffen sind. Das sind z.B. Maleinsäurehydrazid oder Chloropropham. Falls bei ihrem Einsatz kein Rückstand auftritt, ist bei der Anwendung etwas schiefgelaufen und die gewünschte Wirkung tritt nicht ein.

Bedenken sollte man, das bei fachgerechter Anwendung die gesundheitlich unbedenklichen, gesetzlichen Höchstwerte kaum überschritten werden können. Falls aber niedrigere Werte gefordert sind, kann es problematisch werden. Das gilt eventuell auch bei der Gesamtsumme erlaubter Wirkstoffe.

Bei Maleinsäure sollte mindestens ein Rückstand von 8, besser 12 ppm, gefunden werden. Erlaubt sind maximal 60ppm. In Ausnahmefällen kam es zu 40 ppm, was dazu...


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