Nur die Säure bringt’s Premium

Zusatz in die Gülle kippen, keinen Stickstoff mehr verlieren – und damit von der Pflicht zur bodennahen Gülleausbringung befreit sein: So die Hoffnung vieler Praktiker. Doch eine Arbeit der LfL Bayern zeigt: Nur Säure wirkt derzeit sicher.

Das Ergebnis vorweg: Nichts wirkt so gut gegen Geruch und Ammoniakverluste, wie die Gülle im Boden abzulegen.

Güllezusätze könnten Ammoniakverluste aber bereits im Stall und Lager reduzieren, und das zusätzlich zur bodennahen Ausbringung. Händler und Praktiker loben Pflanzenkohle, Mikro-organismen, Leonardit (Braunkohle) oder Gesteinsmehl. In Dänemark ist der Zusatz von Schwefelsäure gängige Praxis, dies jedoch vor allem in Kombination mit streifenförmiger Ausbringung.

Vor zehn Jahren wurden die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Güllezusätze zum letzten Mal zusammengefasst.

Zukunft für Breitverteiler?

Doch nun rückt das Thema wieder ins Rampenlicht. Ab 2025 ist die streifenförmige Ausbringung bzw. Injektion auch auf Grünland und bei mehrschnittigem Feldfutterbau Pflicht. Laut Düngeverordnung können die Bundesländer Ausnahmen erlassen, wenn es eine Alternative gibt, die zu vergleichbar geringen Ammoniakemissionen führen. Könnten Güllezusätze diese Alternative sein?

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hat die Güllezusätze nun selbst neu untersucht. Im Rahmen einer Masterarbeit befragte sie Händler, durchforstete bisherige und neue Forschungsergebnisse gründlich...

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