Weniger Futter in die Gülle! Plus

Mit Rüssel und Füßen wühlen Schweine viel Futter aus dem Trog, das im Güllekeller landet. Das ist teuer und belastet die Nährstoffbilanz. Um welche Mengen geht es? Und wie können Landwirte gegensteuern?

Wer die Futterverwertung um ein Zehntel verbessert, spart bei aktuellen Getreidepreisen 2 € pro Mastschwein. Doch wenn Schweine mit Pfoten und Rüssel Futter aus dem Trog werfen, ist das Geld schnell verspielt. Das Problem: Vielen Landwirten fällt der Verlust gar nicht auf, weil das Futter unbemerkt im Güllekeller verschwindet.

Deshalb haben wir über mehrere Jahre am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum Schwarzenau gezielt untersucht, wie viel Futter am Schweinemagen vorbei direkt im Güllekanal landet. Dabei beobachteten wir verschiedene Trogformen und -größen. Die tragenden Sauen bekamen ihre Ration über die Abrufstation, die Mastschweine nur flüssig und die Aufzuchtferkel flüssig oder über Breiautomaten. Hauptkomponenten der Rationen waren Winterweizen und Wintergerste sowie Sojaextraktionsschrot und Mineralfutter.

Doch wie kann man messen, wie viel Futter tatsächlich im Güllekeller landet? Klare Antwort: Man muss es auffangen, bevor es in der Gülle versinkt. Dazu bespannten wir einen Holzrahmen mit Siloschutznetz und hängten ihn unter den Trog in den Güllekeller.

Durch die feinen Maschen lief das Wasser fast vollständig ab. Zurück blieb das Futter, das durch die Abteillüftung fast auf 88% Trockensubstanz gebracht wurde – auch bei Flüssigfutter. Das Netz musste während eines Mastdurchgangs mehrmals geleert werden, da die Futterverluste höher waren als vermutet.

9 kg Futter/Tier in der Gülle

Je nach Trogform und -gestaltung variierten die Futterverluste stark. Das zeigen die vier Varianten in Übersicht 1.

  • Kurztrog: In einem Schweinemastabteil, das mit Kurztrog und Sensor ausgestattet war, fiel im Schnitt von fünf Durchgängen 3% des Futters durch die Spaltenschlitze. Das steigerte den Futterverbrauch um durchschnittlich 7,5 kg...


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