Baden-Württemberg

1,2 Mio. Euro für Forschung zum ökologischen Landbau

Baden-Württemberg will bis 2030 den Ökolandbau auf einen Anteil von 30 bis 40 % bringen. Dazu soll auch die Forschung beitragen. Vier Projekte erhielten einen Förderungsbescheid.

Baden-Württemberg fördert in den nächsten Jahren vier Forschungsverbünde im Bereich des ökologischen Landbaus mit 1,2 Millionen Euro. Bei einer Ausschreibung hatten sich die Universitäten in Hohenheim und Heidelberg sowie die Hochschule Reutlingen mit ihren Vorhaben durchgesetzt.

„Wir brauchen eine Wende hin zu einer nachhaltig orientierten Gesellschaft, die den ökologischen Herausforderungen unserer Zeit begegnet und diese meistern kann“, betonte Theresia Bauer. „Bodenschutz, Klimaschutz, Artenvielfalt, Tierwohl – solche globalen Probleme können wir nur durch gemeinsame Anstrengungen von Wissenschaft und Gesellschaft lösen", sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer

Zwar wüchsen sowohl die Nachfrage nach ökologisch hergestellten Produkten als auch die Anzahl der Bio-Erzeugerbetriebe beziehungsweise der ökologisch bewirtschafteten Fläche stetig, berichtete die Ministerin. Dennoch sei der Anteil des ökologischen Landbaus an der gesamten deutschen Landwirtschaft nach wie vor relativ klein.

Mit dem Ziel der Stärkung des Ökologischen Landbaus und zur Bündelung der Forschung fördert das Land vier Forschungsverbünde aus Hochschulen und nicht-akademischen Akteuren. Jeweils rund 400.000 Euro gehen in den nächsten drei beziehungsweise vier Jahren an Forschungsverbünde aus Heidelberg, Hohenheim und Reutlingen.

Die Projekte im Einzelnen

Bei den Projekten "Wertkalb" und "Ökovaluation" an der Uni Hohenheim geht es einmal darum, die Anforderungen an die Nutztierhaltung mit der Realität der Biomilcherzeugung in Einklang zu bringen sowie um die Förderung der Kooperation der Vermarktungspartner im Ökolandbau.

Die Hochschule Heidelberg untersucht im Projekt: "AgroBioDiv" den Einfluss der Ökolandwirtschaft auf die Biodiversität in der Agrarlandschaft. Und an der Hochschule Reutlingen geht es im Projekt "Ökotrans" um das Potenzial der Außerhausverpflegung für regionale Lebensmittel.


Diskussionen zum Artikel

von Stefan Lehr

Schade ums Geld

Ich denke mal das selbst die Biolandwirte sehr wohl wissen, was geht und was nicht. Da braucht es keine Millionenprojekte um etwas festzustellen, was wir in den Lehrbuechern usnerer Grossvaeter bereits finden. Es bedarf scheinbar wieder dem Erhalt einiger Planstellen an den Hochschulen.

von Karlheinz Gruber

Wenn schon der Ökolandbau erforscht werden soll,

dann soll aber bitte auch gleich mal neutral erforscht werden, wie viele Insekten und Säugetiere das Hacken und Striegeln überleben. Wenn es immer heißt, da ist mehr leben drin als bei Konv. Feldern dann sehe ich das aber so: In den Konv. Felder wird Insekten und Säugetiere ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

Die Ziele sind Andere

Es geht darum Verfahren zu Entwickeln wie man die Lebensgrundlage Boden möglichst schonend zerstören kann, wo dumme Bauern aufgrund von zu hohen Subventionen mitmachen. Anstatt Verfahren zu Entwickeln wie die Nährstoffe wieder zurück ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Baden-Würtemberg verplempert Geld.

Was ist nur aus den sparsamen Schwaben geworden, die um 1835 massenweise nach Amerika geflohen sind, weil in ihrem bettelarmen Ländle gehungert wurde wie noch nie zuvor. Unter den Bauern galt die Redensart: "Lieber Sklave in Amerika als Bauer in Würtemberg". Heute spielen die Schwaben ... mehr anzeigen

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