Jubiläum

100 Jahre Grünland

Mit einem Festakt würdigte der Deutsche Grünlandverband im Rahmen des Deutschen Grünlandtages in Steinach bei Straubing die Entstehung des Begriffs „Grünland“.

Anlässlich des Deutsches Gründlandtages, der letzte Woche im niederbayerischen Steinach stattfand, blickten Grünlandexperten aus ganz Deutschland auf die 100jährige Geschichte der Grünlandbewegung zurück und beschäftigten sich zugleich mit den aktuellen Herausforderungen für das Grünland wie dem Kliomawandel und der Ausgestaltung der GAP nach 2020.

Am 19.Oktober 1919 hatten Ludwig Niggl, Verwalter des Vollblutpferdegestüts Steinach, und Prof. Dr. Weber aus Bremen den Begriff "Grünland" geprägt und damit die Ära der deutschen Grünlandbewegung eingeleitet. Grünland umfasst demnach alles Land, das grün ist und der Futterwirtschaft dient.

Die Bewegung aus den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte zum Ziel, die futterbauliche Leistung der Wiesen und Weiden für die Ernährung der Tiere zu fördern, und begann mit der Sammlung und Auslese wertvoller Gras-Ökotypen an unterschiedlichen Standorten. Damals war dringend eine Verbesserung der Grundfutterqualität notwendig.

Umgesetzt wurde dieser Gedanke u. a. in Weidekursen, in mehr als 200 Lehrgräsergärten allein in Bayern und in zahllosen Exkursionen. 1922 kam es dann zur Gründung des Deutschen Grünlandbundes. Für die Ausbildung der Landwirtschaftsreferendare war ein 14-tägiger Grünlandkurs in Steinach Pflicht. wurde.

Laut Professor Dr. Martin Elsäßer vom LAZBW in Aulendorf wäre diese Vorgabe auch heute noch sinnvoll. „Denn nach wie vor bedarf es nicht nur Biologen und Ökologen, sondern auch Grünlandfachleuten mit ökonomischen, pflanzenbaulichem und tierhalterischem Hintergrund, die in Zusammenarbeit mit u.a. Vegetationskundlern oder Bodenwissenschaftlern das Grünland umfänglich abbilden können“, so der Grünlandexperte.

Die Fachtagung anlässlich des Grünlandtages beschäftigte sich mit den Themen Klimawandel und Förderung des Grünlandes im Rahmen der GAP nach 2020. Dr. Hans Hochberg, Vorsitzender des Deutschen Grünlandverbandes, stellte das Positionspapier seines Verbandes zur Grünlandstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums vor und forderte angesichts der neuen Herausforderungen eine neue Grünlandbewegung.

Von bayerischen Vertretern wurde bemängelt, dass es im Freistaat kein eigenes Gründlandinstitut mehr gebe und gefordert, dass Bayern ein solches Institut wieder einrichte.

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