BayWa

Agarroboter im Praxiseinsatz

In Bamberg demonstrierte die BayWa Hackroboter des Herstellers Naio Technologies. Die Landesanstalt für Wein- und Gartenbau testete die Roboter erstmalig im Salat.

2020 startete die BayWa den Vertrieb der Hackroboter „Dino“ und „Oz“ des Herstellers Naio Technologies für Süddeutschland, Sachsen und südliches Brandenburg. Nun ist Premiere in Bamberg: Die BayWa zeigt die Innovation live im Praxisbetrieb der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG). Sie setzt den Roboter „Dino“ seit dieser Saison im Rahmen ihrer Forschungstätigkeit zur Beikrautregulierung im Salat ein.

Erster Test in Salat und Buschbohnen

„In unserem Forschungsprojekt zur herbizidfreien Beikrautregulierung stellen wir unter Praxisbedingungen verschiedene Alternativen zum herkömmlichen Herbizideinsatz auf den Prüfstand. Dabei kommt mit der Robotik vor allem auch modernste Technik zum Einsatz“, so LWG-Versuchsingenieurin Anna Maria Molitor. Im August war der Roboter bereits in verschiedenen Salatsorten und in Buschbohnen im Einsatz. Durch den Einsatz der RTK-Steuerung (Real Time Kinematic) ist ein sehr genaues Hacken möglich.

Im weiteren Projektverlauf sollen auch andere Kulturen gehackt werden, mit der Zielsetzung die Effizienz, wie Arbeitszeiten, Arbeitsgenauigkeit und nötige Nacharbeiten, sowie eventuelle Anpassungen in der Kulturführung aufzuzeigen.

5 ha pro Tag

Der Dino ist ein vollautonomer landwirtschaftlicher Hackroboter, der per Satellitennavigation mit einer Genauigkeit von 2 cm zwischen den Reihen hackt. Voraussetzung dafür ist, dass schon während der Pflanzung die einzelnen Spurlinien exakt aufgezeichnet werden. Zusätzlich kann der Dino mit einer Kamera ausgestattet werden, die kleinere Abweichungen zur Reihe erkennt und mit einem Verschieberahmen korrigiert. Er verfügt über Spurbreiten von 1,60 m bis 2 m und schafft pro Tag etwa 5 ha im Salat, im Lauch oder in den Zwiebeln. „Bisher kann der Hackroboter zwischen den Reihen hacken“, erläutert Tobias Rapp, Produktmanager Zukunftstechnologien bei der BayWa. „Ein Hackwerkzeug, das nicht nur zwischen den Salatreihen, sondern innerhalb der Reihe zwischen den einzelnen Salatpflanzen hackt, wird in Kürze verfügbar sein.“ Dieses Werkzeug wird mittels einer Kamera die Umrisse der Salatpflanze erkennen und ein Werkzeug aktivieren, das sich in den Zwischenräumen der Salatpflanze hin- und her bewegt.

Jörg Migende, Chief Development Officer der BayWa, sieht in den Robotern Zukunftspotential: „Die arbeitsintensiven Bereiche der Landwirtschaft trifft der zunehmende Fachkräftemangel besonders, hinzu kommen erhöhte Anforderungen an Boden- und Umweltschutz. Anwendungen, die eine nachhaltige ressourcen- und bodenschonende Flächenbewirtschaftung ermöglichen und zur Arbeitserleichterung für den Landwirt und Gemüsebauern beitragen, gewinnen mehr und mehr an Bedeutung.“

Neben dem Einsatz im Gemüse testet die BayWa die Roboter auch in anderen Kulturen, wie zum Beispiel im Mais:

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Was wurde aus?

Per Taxi durch den Melkstand

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