Agrarpolitik

Auch Kaniber will Tiertransporte einschränken

Nachdem mehrere bayerische Landkreise Exportgenehmigungen für Zuchtvieh verweigert hatten, fordert auch die Landwirtschafstministerin eine "drastische Reduzierung".

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber fordert eine Überprüfung und drastische Reduzierung von internationalen Tiertransporten. "Die grausamen Bilder, die zeigen wie in manchen außereuropäischen Ländern die Tiere transportiert und geschlachtet werden, können niemand kalt lassen", sagt die Ministerin.

Sie verweist auf eine vom EU-Parlament beschlossende Mängelliste, die man nun abarbeiten sollen. Dazu gehören laut Ministerium:

  • Schwarze Listen von Transportunternehmen zu erstellen, die sich nicht an bestehende Verordnungen halten,
  • technische Überwachungssysteme, über die Behörden Tiertransporte jederzeit lokalisieren können,
  • bessere Zusammenarbeit der Behörden sowie
  • mehr unangekündigte Kontrollen durch Lebensmittel- und Veterinärämter.

Staatsministerin Kaniber unterstütz den Kurs der Landräte, die Zuchtviehexporte untersagt hatten. (Bildquelle: Dlouhy)

Kaniber plädiert für eine Beschränkung der Exporte auf wenige Zuchttiere: "Ich bin der Meinung, dass die Exporte von Zuchttieren in Drittländer auf wirklich wertvolle Tiere, die dort auch nachhaltig für Zuchtzwecke genutzt werden, beschränkt werden sollten. Kontrollen auf allen Ebenen bis hin zum Bestimmungsort sind dafür notwendig."

Die Ministerin nennt es in einer Hausmitteilung "unerträglich und moralisch nicht hinnehmbar, wie die Tiere leiden müssen, weil bei manchen grenzüberschreitenden Transporten die Tierschutzvorschriften nicht eingehalten werden."

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Artikel geschrieben von

Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

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