Bayern

Auernhammer unterstützt Prämienkappung zugunsten bayerischer Betriebe

Artur Auernhammer von der CSU findet eine Prämienkappung richtig, um die Wettbewerbsvorteile, die Großbetriebe gegenüber kleinen haben, auszugleichen.

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber wünscht sich eine Deckelung der EU-Agrarprämien für Großbetriebe. Unterstützung bekommt sie vom CSU-Bundestagsabgeordneten Artur Auernhammer.

Er hält eine Verdoppelung des Zuschlags auf die ersten Hektare für alternativlos, um kleine und mittlere Betriebe zu stärken und Kostennachteile im Vergleich zum Großbetrieb auszugleichen. „Die Forderung, dass Degression und Kappung der europäischen Agrargelder für Großbetriebe in der künftigen Förderperiode in Deutschland umgesetzt werden, halte ich für richtig. Die hierdurch freiwerdenden Mittel sollen im jeweiligen Bundesland verbleiben und auf Landesebene für die Entwicklung der ländlichen Räume eingesetzt werden“, sagte Auernhammer am Donnerstag.

Besorgt zeigt sich der Politiker aber über Meldungen um eine Erhöhung der Umschichtung von der 1. Säule in die 2. Säule. Zwischenzeitlich sei von einer Mittelumschichtung von 10 % und mehr die Rede. Solche Forderung des Bundesumweltministeriums werte er als Vertragsbruch.

„Sofern sich dies bestätigt, muss alles auf den Tisch. Dann reden wir auch schon in dieser Förderperiode von einer Degression und einer vollständigen Kappung ab 100.000 Euro Prämienvolumen je Betrieb. Dann fordere ich einen Grünlandzuschlag bei den Direktzahlungen, gekoppelte Zahlungen beispielsweise für extensiv gehaltene Wiederkäuer, eine Agrarstrukturkomponente für kleinteilige Flächenstrukturen und eine Anreizkomponenten für Agrarumweltmaßnahmen, um deren Akzeptanz bei den Bauern zu erhöhen. Die gesamte Umsetzung der Europäischen Agrarpolitik in Deutschland steht dann zur Disposition“, stellt er klar.

Gerade die konventionell wirtschaftenden Betriebe, denen beispielsweise eine verschärfte Düngeverordnung, die Anpassungen an die Auswirkungen eines sich ändernden Klimas und eine in weiten Teilen unberechtigte und pauschale Gesellschaftskritik stark zusetzen, bräuchten Stabilität und Verlässlichkeit.


Diskussionen zum Artikel

von Matthias Zahn

Koppelung an Arbeitsplätze

Koppeln wir doch die Prämien an Arbeitsplätze. Festgelegter Satz je Tier und Hektar. Sowie einer Degression um den kleinen Betrieben die Kostennachteile auszugleichen.

von Wilhelm Grimm

Prämienkappung für CSU-Bundestagsabgeordnete,

weil sie leistungsstärker sind als ein Hartz 4er. Das fände ich gerecht.

von Adolf Bauer

Sommerla(o)ch

Jetzt übernimmt die södersche grünenüberholpartei auch noch die EU-Agrarpolitik. Wie soll man diese Luftnummer einer EU weit gesehenen Kleinstpartei sonst verstehen? Warum nicht etwas machbares anstossen? Wie wäre es, Geld ins Kulap zu stellen und daraus richtig tolle ... mehr anzeigen

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