Biodiversität

Baden-Württemberg: Bioökonomiebeirat berät Landesregierung

Nach ihrer ersten, konstituierenden Sitzung beginnen 17 Experten, die Regierung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie zu unterstützen.

„Mit der Entwicklung der ressortübergreifenden Landestrategie ‚Nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg‘ setzt die Landesregierung den Rahmen für eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft in Baden-Württemberg. Der nun gegründete Bioökonomiebeirat soll die Landesregierung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie beraten. Ich freue mich auf viele wertvolle Impulse und auf eine gewinnbringende Zusammenarbeit mit dem Gremium“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, im Nachgang zur virtuellen konstituierenden Sitzung des Beirats Nachhaltige. Das Gremium besteht aus 17 Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen. Die Beiratsmitglieder seien gemeinsam von den Ministern Hauk und Untersteller berufen worden.

Leitregion für Bioökonomie

„In den vergangenen Jahren hat sich Baden-Württemberg zu einer „Leitregion“ für Bioökonomie entwickelt. Die Bündelung des vorhandenen Fachwissens in einem eigenen Beratungsgremium leistet einen wichtigen Beitrag, die nachhaltige Bioökonomie in Baden-Württemberg zu einem Erfolgsmodell für eine resiliente, klimaverträgliche Wirtschaft zu machen“, betonte Umweltminister Untersteller. Der Einsatz biologischen Wissens werde für die kommenden Jahrzehnte ein Innovationstreiber vergleichbar mit der Digitalisierung werden.

„Bioökonomie orientiert sich an natürlichen Stoffkreisläufen und bezieht biologisches Wissen mit ein. Mit der Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie wollen wir unsere Wirtschaft auf ein klimaneutrales Fundament stellen und die Stärken des Ländlichen Raums weiter ausbauen. Als Grundlage hierfür brauchen wir eine leistungsfähige Land- und Forstwirtschaft, die uns mit nachwachenden Rohstoffen versorgt“, erklärte Minister Hauk.

Beide Minister zeigten sich überzeugt, dass innovative Lösungsansätze der Bioökonomie die regionale Wertschöpfung steigern werden, attraktive Arbeitsplätze entstehen lassen und substanzielle Beiträge zum Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz leisten können.

Zwei Vorsitzende gewählt

In seiner ersten Sitzung erörterte der Beirat Nachhaltige Bioökonomie Baden-Württemberg die bisher durchgeführten und geplanten Maßnahmen der Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie. Außerdem wurden die beiden Vorsitzenden des Beirats durch die beiden Minister offiziell benannt: Frau Prof. Dr. Iris Lewandowski von der Universität Hohenheim sowie Herr Dr. Markus Wolperdinger vom Fraunhofer Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik. „Wir haben uns ganz bewusst für eine gleichberechtigte Doppelspitze entschieden, damit wir auch in Person der beiden Vorsitzenden eine große Bandbreite der Bioökonomiethemen abdecken“ betonten Minister Hauk und Untersteller.

Die 17 von Minister Hauk und Minister Untersteller berufenen Beiräte sind:

  • Prof. Dr. Iris Lewandowski (Vorsitzende), Universität Hohenheim
  • Dr. Markus Wolperdinger (Vorsitzender), Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stuttgart
  • Dr. Olaf Breuer, Evonik Technology & Infrastructure GmbH, Rheinfelden
  • Dr. Norbert Haber, Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
  • Thomas Karle, Agro Energie Hohenlohe GmbH & Co KG, Kupferzell
  • Prof. Dr. Ralf Kindervater, BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, Stuttgart
  • Dr. Manfred Kircher, KADIB - Kircher Advice in Bioeconomy, Frankfurt
  • Prof. Dr. Daniela Kleinschmit, Universität Freiburg
  • Dr. Joachim Kreysa, Europäische Kommission – Joint Research Centre, Brüssel
  • Prof. Dr. Regina Birner, Universität Hohenheim
  • André Olveira-Lenz, IHK Südlicher Oberrhein, Freiburg
  • Prof. Dr. Andreas Pyka, Universität Hohenheim
  • Prof. Dr. Andrea Robitzki, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Prof. Dr. Alexander Sauer, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart
  • Prof. Dr. Pablo Steinberg, Max Rubner-Institut, Karlsruhe
  • Stefanie Strebel, KS Agrar GmbH, Mannheim
  • Prof. Dr. Ralf Takors, Universität Stuttgart


Diskussionen zum Artikel

von Rudolf Rößle

Hier geht

es auch um Fragen wie: Wie kommen wir vom Plastik weg und was sind Strategien für regionale Werbung, die effektiv was bringt. Ich denke da an einprägsame Namen, wo jeder weiß wo es herkommt, dass es gut schmeckt und eine gute Klimabilanz hat.

von Rudolf Rößle

Gut

wenn Ressort übergreifendes Wissen vorhanden ist, kann es viel bewirken. Dazu braucht es noch ständige Berater, die Betriebe die das wollen begleiten, sonst fehlt die Zeit für die Umsetzung.

von Christoph Blankenburg

Viele Akademiker...

... und leider keine Praktiker. Ich habe die Befürchtung, dass da Vorgaben heraus kommen, die den Menschen übergestülpt werden sollen, die aber oft nicht umsetzbar sind. Ein solches Gremium mag berechtigt sein, aber ich hätte mir eine andere Zusammensetzung gewünscht.

von Wilhelm Grimm

Nein Herr Blankenburg !!!

Ein solches Gremium hat keine Berechtigung, selbst bei einem offensichtlich überforderten Minister. Allein die Anzahl von 17 hoch dekorierten "Experten" beweist diesen ganzen Schwachsinn, der sich um die Landwirte herum etabliert hat. Einer würde reichen, wenn überhaupt. Überall ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Alles "Schlaue Leute",

aber welchen Nutzen für die Gesellschaft das bringen soll, habe ich noch nicht verstanden.

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