Coronakrise

Baden-Württemberg: Große Rinderauktionen abgesagt

Durch die Einschränkungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind einige wichtige Vermarktungswege der Rinderunion Baden-Württemberg (RBW) erschwert oder unmöglich gemacht worden.

Nach aktuellem Stand sind alle Großviehauktionen abgesagt. Die gemeldeten und der RBW bekannten Tiere werden über den Außendienst Ab-Stall vermittelt.

Die RBW fordert dazu auf, alle vermarktungsfähigen Großtiere oder den Bedarf an Tieren umgehend bei den zuständigen Außendienstmitarbeitern anzumelden.

Kälbervermarktung geht weiter

Gleichzeitig teilte die EU-Kommission in ihren Richtlinien mit, dass Tiere und Tiertransport zu den „essential goods“ gehören und deshalb nicht beeinträchtigt werden sollen. Auf dieser Basis versucht die RBW gerade mit den zuständigen Behörden vor Ort Lösungen zu finden, damit die Kälbermärkte auch künftig durchgeführt werden können.

Nach aktuellem Stand der Informationen ist davon auszugehen, dass die Kälberauktionen am 25.03.20 in Ilshofen und am 01.04.20 in Herrenberg und Donaueschingen stattfinden. Gleichzeitig wird die Kälbervermarktung über die KKS ebenfalls aufrechterhalten und wöchentlich durchgeführt, jedoch mit reduzierter Personalbesetzung und besonders definierten Regeln, v.a. beim Zugang zu den Einrichtungen. Zuchtberatung und Samenversorgung in gewohnten Bahnen

Zuchtberatung und Samenversorgung in gewohnten Bahnen

Ungeachtet der Turbulenzen in der Viehvermarktung gehen Samenversorgung und Zuchtberatung normal weiter. Die RBW empfiehlt dennoch, besondere Wünsche in der Samenbestellung schnellst möglich durchzugeben, damit das gewünschte Sperma auch bei der nächsten Lieferung sofort verfügbar ist. Zudem empfiehlt die RBW ausreichend Sperma zu bestellen, damit auch mittelfristig eine kontinuierliche Besamung erfolgen kann.

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Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Ruft die RBW hier tatsächlich zum Hamstern von Samen auf????

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