Klimawandel

BBV-Präsidium beschließt Klimaschutzstrategie

Der Bayr. Bauernverband hat eine Klimaschutzstrategie entwickelt. Sie soll die schon erbrachten Leistungen der Land- und Forstwirtschaft für den Klimaschutz und die weiteren Potentiale verdeutlichen.

In einer Klimaschutzstrategie zeigt der Bayerische Bauernverband (BBV) die Leistungen der Landwirtschaft für den Klimaschutz auf. Gleichzeitig werden auch Erwartungen an die notwendigen politischen Rahmenbedingungen und die gesellschaftliche Unterstützung gestellt.

Laut dem Verband arbeiten die Bauernfamilien in und mit der Natur auf Basis natürlicher Prozesse. Emissionen ließen sich daher nicht grundsätzlich vermeiden. Und Kernaufgabe bleibe auch weiterhin die Lebensmittelproduktion. Dabei seien sich die Bauern ihrer Verantwortung aber bewusst. Die Landwirtsfamilien stehen laut BBV zum Ziel Klimaschutz, seien bereit anzupacken und könnten mit der Klimaschutzstrategie des Bayerischen Bauernverbandes ihren Beitrag zum Klimaschutz weiter ausbauen. Dies könne aber nur gelingen, wenn Politik und Gesellschaft aktiv und konkret unterstützen.

Insbesondere Folgendes erwarten die Bauernfamilien:

  • Vorrang für Freiwilligkeit und Kooperation
  • Anreize und Honorierung für Klimaschutzleistungen
  • Praxisnahe Umsetzung und wissenschaftliche Begleitung
  • Zielkonflikte erkennen und ausgewogene Lösungen erarbeiten
  • Zukunftsperspektiven für wirtschaftende Betriebe, gerade auch Tierhalter

Download BBV-Klimaschutzstrategie

Weitere Schritte

Nach der Verabschiedung des BBV-Präsidiums am 30. September 2019 wurde die Klimaschutzstrategie an Ministerpräsident Söder, die zuständigen Fachminister, die Parteivorsitzenden im Landtag aller Parteien und an die bayerischen Abgeordneten im Landtag, im Bundestag und im EU-Parlament versandt. Außerdem wurde die Strategie an den Runden Tisch „Klimaschutz im Landtag“ (Fridays for Future) übergeben. Des Weiteren sollen die enthaltenen Themen schwerpunktmäßig und anlassbezogen kommuniziert werden.

Die Wirkungszusammenhänge beim Klima sowie die Wechselwirkungen zwischen Boden, Wasser und Luft sind laut BBV hoch komplex und es bestehe auch noch erheblicher Forschungsbedarf. Dies sei bei allen Beratungen zum Klimaschutz zu berücksichtigen. Die bayerischen Bauernfamilien seien bereit, anzupacken und ihren Beitrag gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Wissenschaft zum Klimaschutz weiterhin zu leisten und noch auszubauen, heißt es.

Grafik (Bildquelle: BBV)

ASP in Westpolen: 80 Kilometer von Grenze zu Brandenburg

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Neue Medien?

Vielleicht wär es besser gewesen, ein 3 Minuten-Video à la Rezo zu machen, statt 40 Seiten zu beschreiben. Ich habe reingelesen, hört sich wie eine Werbebroschüre an. Aber Werbung läuft so sehr textlastig einfach nicht! Inkompetenter BBV, du musst noch viel dazu lernen!

von Willy Toft

Für 1 % Humus- Aufbau braucht man 10 Jahre, die neue Düngeverordnung frisst dies in 2 Jahren

auf! Bei der Düngung unter Entzug, wird der Boden ausgelaugt, und Humus wieder abgebaut! Was zurzeit angedacht ist, ist praktisch nicht machbar, und die Landwirte ernten weniger, die Qualität leidet, bei Trockenheiten fällt der Ernteausfall noch mehr uns Gewicht! Seid ihr Bayern am 22/10 um 11 Uhr auch auf einer Demonstration gegen die ganzen Restriktionen, die uns der Staat aufbürdet, ohne überhaupt einen Ausgleich zu zahlen? Leute wenn wir jetzt nicht Kante zeigen, verkauft uns die politische Kaste, und wir verlieren unsere Höfe! Alle freiwilligen Leistungen fallen außerdem unter dem Tisch, weil es ja jetzt mit dem Ordnungsrecht von uns abverlangt wird! Steht auf, sonst habt ihr bald alles verloren!

von Gregor Grosse-Kock

Umweltschutz

Eine Hoffnungslose Sabbelei zwischen der Landbevölkerung und der Heilewelt Stadtbevölkerung, angefacht von und aus der Politik. Wir vom Land werden die Träume der Stadt zahlen, mit Sicherheit. Oder wir machen uns Bemerkbar mit Zivilen Ungehorsam, wie uns die Kinder und Jugendliche gezeigt haben.

von Albert Maier

Klimaquatsch!

"Die bayerischen Bauernfamilien seien bereit, anzupacken und ihren Beitrag gemeinsam mit Gesellschaft, Politik und Wissenschaft zum Klimaschutz weiterhin zu leisten und noch auszubauen, heißt es." Wurden die bayerischen Bauern befragt? Haben sie zugestimmt?? Sollen die Bauern jetzt auch Freitags fürs Klima hüpfen???

von Werner Kriegl

Witzig

Humusaufbau mit gleichzeitigem Verbot von Glyphosat. Weniger Mulchsaaten, mehr pflügen, mehr mechanischer Pflanzenschutz - alles Punkte die dem diametral gegenüberstehen! Langsam sollte sich die Politik mal entscheiden, was sie will...

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