Ökolandbau

Bis nur noch nützliche Beikräuter da sind ... Plus

Einen sauberen Bestand erreicht man im Ökolandbau durch eine geschickte Kombination von Maßnahmen. Tipps zur Unkrautregulierung von Erhard Gapp und Alexander Watzka.

Diese drei Maßnahmen sind das Fundament einer effizienten Unkrautregulierung im ökologischen Marktfruchtbau: Eine standortangepasste Fruchtfolge mit Haupt- und Zwischenfrüchten, konkurrenzkräftige Bestände und eine zielkonforme Bodenbearbeitung.

Mit Striegel und Hacke regulieren Sie nach, nützliche Beikräuter sind zu akzeptieren. Bis zu einem solchen Bestand sind es nur vier Schritte:

1. Immer dichte Bestände

Oberstes Ziel der Unkrautunterdrückung ist die Etablierung dichter, beschattender Bestände. Dafür müssen die Nährstoffverhältnisse, der Humusgehalt und das Bodengefüge stimmen.

Über die Fruchtfolge, Sortenwahl, sorgfältige Saat, organische Düngung sowie Art und Zeitpunkt der Bodeneingriffe steuern Sie die Hauptfruchtentwicklung ebenso wie den Unkrautbesatz. Passt das Anbausystem, dann treten ertrags- und qualitätsmindernde Unkräuter nur begrenzt auf.

2. Fruchtfolgen mit System

Das Verunkrautungsrisiko wird durch konsequente Umsetzung folgender Grundsätze reduziert:

Ein Kleegrasanteil über 20 % stellt nicht nur die nötige Bodenruhe sicher, sondern sorgt für die Fixierung von Stickstoff, stabilisiert das Gefüge und dient dem Humusaufbau. Gleichzeitig verdrängt es Beikräuter. Kaufen Sie aber nur speziell ampfergereinigtes Saatgut.

  • Ein Körnerleguminosenanteil unter 20 % verhindert Probleme mit der Pflanzengesundheit.
  • Ein Halmfruchtanteil unter 60 % ist ebenfalls förderlich für die Gesundheit der Bestände.
  • Ein Wechsel von Sommerung und Winterung vermeidet eine einseitige Verunkrautung.
  • Der Wechsel von Blatt- und Halmfrucht hält die Stoffwechselaktivität im Boden aufrecht und unterstützt ebenfalls die Pflanzengesundheit.

Die Beispiele aus der Übersicht zeigen typische Ökofruchtfolgen. Dichte über- bis mehrjährige Kleegrasgemenge verdrängen Unkräuter durch regelmäßige Mahd, starke Beschattung und Wurzelkonkurrenz. Die hohe N-Fixierleistung und biologische Bodenerschließung schaffen optimale Bedingungen für Folgekulturen. Zwischenfrüchte und Untersaaten bringen positive Effekte für die Bodenstruktur, den Bodenstoffwechsel und die Biodiversität.

3. Zielkonforme Bodenbearbeitung

Lockern und Schneiden – so oft wie nötig, so wenig wie möglich. Das ist das Grundprinzip bei der ökologischen Bodenbearbeitung.

Vermeiden Sie Verdichtungen durch hohe Radlasten und Befahren von zu feuchtem Boden sowie tiefes Vergraben von organischer Substanz. Unsere

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