Obstanbau

Bodenseeäpfel in der Krise

In Baden-Württemberg Obst anzubauen, wird trotz ausreichenden Erträgen immer schwieriger.

Auf die Probleme des heimischen Obstbaus infolge der globalisierten Agrarmärkte und des Klimawandels hat die Staatssekretärin im baden-württembergischen Landwirtschaftsministerium, Friedlinde Gurr-Hirsch, aufmerksam gemacht.

Ausreichende Mengen bei gewohnt hohem Niveau zu erzeugen und zu befriedigenden Erzeugerpreisen an den Markt zu bringen, werde unter diesen Umständen zunehmend schwieriger, erklärte Gurr-Hirsch am vergangenen Freitag (6.9.) anlässlich der offiziellen Eröffnung der Bodensee- Apfelsaison in Immenstaad-Kippenhausen. Als Gegenmaßnahme bewarb Gurr-Hirsch die Förderung der regionalen Vermarktung. Beispielsweise solle die Regionalkampagne „Natürlich. VON DAHEIM“ den Wert und die Vielfalt regionaler Erzeugnisse verdeutlichen.

Durchschnittliche Ernte steht bevor

Die Apfelbauern am Bodensee erwarten laut Angaben des Landwirtschaftsministeriums in diesem Jahr mit rund 250 000 t eine „normale“ Apfelernte. In ganz Baden-Württemberg, wo auf insgesamt 12 100 ha Äpfel angebaut würden, werde mit einer Ernte von 370 000 t gerechnet. Das wären ein Fünftel weniger als im Rekordjahr 2018, aber 11 % mehr als das Mittel der Jahre 2013 bis 2018. Die wichtigste Apfelsorte in Baden-Württemberg ist dem Ressort zufolge in diesem Jahr voraussichtlich Elstar mit einer prognostizierten Produktionsmenge von 50 000 t, gefolgt von Jonagold mit 39 000 t, Galamit 38 000 t und Braeburn mit 35 000 t.

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Besonders in Baden-Württemberg, auf welches normalerweise rund die Hälfte der gesamten Streuobsternte Deutschlands entfällt, wird es dieses Jahr eine sehr schwache Ernte geben.