Brunner zu Bayern-Ei: "Nur am Rande berührt"

Bayerns Agrarminister wies den Untersuchungsausschuss des Landtags zum Bayern-Ei-Skandal darauf hin, dass sein Haus nicht für Lebensmittelsicherheit zuständig sei. Wohl aber für die überbelegten Ställe, hielt die SPD dagegen.

Bayerns Agrarminister wies den Untersuchungsausschuss des Landtags zum Bayern-Ei-Skandal darauf hin, dass sein Haus nicht für Lebensmittelsicherheit zuständig sei. Wohl aber für die überbelegten Ställe, hielt die SPD dagegen.

Helmut Brunner (CSU) argumentierte, dass alles, was im Stall geschehe, auch die Hygiene, dem Umweltministerium unterliege. Sein Haus sei somit höchstens "am Rande" mit dem Bayern-Ei-Skandal in Berührung gekommen, beispielsweise durch Beratungen im Kabinett. So zitiert der Bayerische Rundfunk den Minister.

SPD-Verbraucherschützer Florian Brunn sieht das Landwirtschaftsministerium hingegen zuständig für die zu hohe Hennenzahl in den Käfigen. "Es stellt sich die Frage, warum das Ministerium hier nie eingegriffen hat", so Brunn.

Bayerischer Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung hatten 2015 einen Lebensmittelskandal um das Unternehmen Bayern-Ei publik gemacht. 2014 hatte es einen länderübergreifenden Salmonellenausbruch mit hunderten Erkrankten und mindestens einem Toten gegeben.

Vor dem Untersuchungsaugsschuss des Landtags muss sich derzeit auch der Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf, wegen einer möglichen versuchten Einflussnahme auf die Justiz verantworten.