Dürrestress

Buchen erkranken und sterben ab

Die Trockenheit macht in Baden-Württemberg auch der Buche schwer zu schaffen. Darauf verweist Landwirtschaftsminister Peter Hauk.

Wie in vielen Wäldern Mitteleuropas ist auch in Baden-Württemberg die Buche durch die Dürreperioden der letzten Jahre so stark geschwächt, dass viele von ihnen aufgrund von Wassermangel absterben oder massiv von Pilzen oder Schadinsekten befallen werden.

„Trockenheit und Hitze schwächen die Bäume und fördern die Insekten“, sagte Baden-Württembergs Forstminister Peter Hauk und wertet dies als Folge des Klimawandels. Vor allem der Buchenborkenkäfer und der Buchenprachtkäfer würden dieser Baumart, zusetzen. Auch könnten sich im Schadverlauf Buchenkomplexkrankheiten und der sogenannte Buchenkrebs verstärkt entwickeln. Mit einem Anteil von 22 % hat die Buche eine große Bedeutung für den Waldbau in Baden-Württemberg.

Bis Juni 50.000 Kubikmeter Buchenschadholz

„Bereits zum Ende der ersten Jahreshälfte 2019 sind in Baden-Württemberg mit über 50.000 Kubikmetern mehr Dürre- und Insektenschadholz bei der Baumart Buche zu verzeichnen, als im gesamten Jahr 2004, dem Folgejahr nach dem Extremsommer 2003“, betonte der Minister. Diese Zahl werde sich noch deutlich erhöhen, da bislang erst rund zehn Prozent des Schadholzes aufgearbeitet und erfasst seien.

Besonders starke Schäden seien entlang des Oberrheingrabens, im Neckarland, im südlichen Schwarzwald, im südwestdeutschen Alpenvorland und im östlichen Neckarland zu verzeichnen. Zu erkennen seien erkrankte Buchen an unvollständigem oder fehlendem Blattwerk, verformter oder abplatzender Rinde und absterbenden Ästen bis hin zu ganzen Baumkronen.

„In betroffenen Buchenwäldern besteht zunehmend eine Gefahr für Waldbesucher durch plötzlich herabfallende dürre Äste. Diese können zum Teil sehr groß und schwer sein. Daher ist bei einem Waldbesuch besondere Vorsicht geboten“, sagte der Minister. Aufgrund der Gefahrensituation könne es zum Schutz der Waldbesucher im äußersten Fall auch zur zeitweisen Absperrung einzelner Wege bis hin zu ganzen Waldgebieten kommen. Zur eigenen Sicherheit seien die Waldbesucher gehalten, die Absperrungen zu beachten.

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Artikel geschrieben von

Klaus Dorsch

Redaktionsleiter SÜDPLUS

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