Bayern

Bundeswaldprämie: Jetzt Auszahlung beantragen

Ab dem 20. November können Waldbesitzer eine Prämie von 100 € pro ha beantragen. Diese Hilfen sind laut Artur Auernhammer (CSU) dringend nötig.

Der Bundestag hat 500 Mio. € aus dem Corona-Konjunkturprogramm für Waldhilfen mobilisiert. Diese werden jetzt möglichst schnell und unbürokratisch an die Waldbesitzer ausgezahlt.

Unterstützung für den Waldumbau

„Nach langen und zähen Verhandlungen insbesondere mit dem Bundesumweltministerium ist die Richtlinie für die Auszahlung der Waldprämie endlich in trockenen Tüchern. Unser Wald leidet seit Jahren unter massiven Stressfaktoren wie Stürme, Dürre oder Befall durch den Borkenkäfer. Die Waldprämie bietet unseren Waldbauern die dringend benötigte finanzielle Unterstützung, die dem notwendigen Umbau zu einem klimastabilen Wald zu Gute kommt“, verkündet der agrarpolitische Sprecher der CSU im Bundestag, Artur Auernhammer.

Zertifizierte Waldbesitzer können die Hilfen vom 20. November 2020 bis zum 30. Oktober 2021 online unter www.bundeswaldpraemie.de beantragen. Das Verfahren läuft über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe. Die Nachhaltigkeitsprämie beträgt 100 € pro ha und richtet sich an private und kommunale Waldbesitzer, die mindestens einen Hektar Waldfläche besitzen. Voraussetzung für den Erhalt der Prämie ist eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung der Waldfläche nach den Programmen PEFC oder FSC.

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Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Lösung und Problem zugleich?

Auch ich befürchte, dass diese gut gemeinte Waldprämie die Tiefpreisphase auf den Holzmarkt eher verlängern wird. Die Aufnehmer wissen auch, dass die Waldbesitzer Geld bekommen haben. Wenn ich auch jedem das Geld gönne (mir auch), so stellt sich doch die Frage, ob man nicht eine ... mehr anzeigen

von Hans Nagl

Wie in der Landwirtschaft.

Zuerst werden die Preise gedrückt (Käferholz 30 € m3 ) dann gibt's als Ausgleich Prämien. Danach folgen Auflagen , Kontrollen ,Sanktionen , Schikanen. Das wird das Ende der FREIEN Waldbauern.

von Hermann Kamm

Genau so siehts aus.

wobei man mit 100 €/Ha wirklich keinen Blumentopf gewinnt.

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