Breitbandausbau

Coronakrise zeigt Grenzen der digitalen Infrastruktur in Bayern auf

Bayerns Finanziminister Füracker soll die beschlossene Gigabit-Richtlinie zügig umsetzen und für schnelles Internet auf dem land sorgen.

Bayerns Bauernpräsident Heidl und Landesbäuerin Göller fordern von Finanziminister Füracker einen zügigen Ausbau des Breitbandausbaus und eine rasche Umsetzung der im März 2020 in Kraft getretenen Gigabit-Richtlinie. Gerade die Coronakrise habe die digitale Infrastruktur auf Bauernhöfen einem Stresstest unterzogen.

Ein hochleistungsfähiges, flächendeckendes digitales Netz sei die Grundvoraussetzung für die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des gesamten ländlichen Raums, so Walter Heidl und Anneliese Göller in ihrem gemeinsamen Brief an Bayerns Finanzminister. Corona habe einmal mehr gezeigt, dass die derzeitigen Bandbreiten oft noch nicht ausreichen, damit die Bauernfamilien die eigentlich verfügbaren digitalen Möglichkeiten in ihren Arbeits- und Lebensbereichen optimal nutzen können.

Der Arbeitsalltag auf dem Feld und im Stall sei zunehmend von digitalen Anwendungen geprägt. Auch in der Landwirtschaftsverwaltung oder landwirtschaftlichen Beratung laufen viele Prozesse digital, wie die Mehrfachantragstellung online.

Aktuell könnten aufgrund der Coronakrise viele Beratungsleistungen für die Familienbetriebe nur noch telefonisch oder über Videokonferenzen stattfinden. Hinzu komme ein großer Bedarf an Bandbreiten bei der Übertragung von Datenvolumina bei Nebenerwerbslandwirten im Home Office oder bei schulpflichtigen Kindern auf den Bauernhöfen. Auch die Bildungsanbieter wie das BBV Bildungswerk und die Erwachsenenbildungszentren im ländlichen Raum stoßen bei der Corona-bedingten Umstellung ihrer Angebote hin zu Webinaren aufgrund der Mängel in der digitalen Infrastruktur an ihre Grenzen.

Ebenso betroffen sei die Ausübung von Ehrenämtern in Vereinen oder Verbänden. „Die Bewältigung aller Herausforderungen ist ohnehin schon enorm. Wenn dann das Internet dann auch noch nicht richtig funktioniert, ist es einfach frustrierend“, so Heidl und Göller.


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