Das Pelletmobil Plus

Martin Schmid pelletiert Heu und Stroh in einer mobilen Anlage. Trotz Schwächen der Technik ist er davon überzeugt.

Es weht Pioniergeist über den Hof in Holzgerlingen: Deutschlands einzige mobile Pelletieranlage im Soloverleih steht hier. Landwirt und Reitstallbesitzer Martin Schmid presst Heu, Stroh, Luzerne und Miscanthus in dem Sattelauflieger. Seit vier Jahren streut er im Stall mit Strohpellets ein. Leicht angefeuchtet quillen diese zu einer weichen Matte auf. Anders als Stroh würden sie weder stinken noch stauben, berichtet Schmid.

Spart Arbeit, Dünger, Nerven

Schon aus arbeitswirtschaftlicher Sicht hatte sich Schmid mit Stroheinstreu nie richtig angefreundet. Täglich entfernte er Pferdeäpfel und nasse Stellen, vier mal jährlich entmistete er komplett. Ammoniakbelastung und Strohverbrauch waren hoch. Auf dem Grünland zersetzte sich das lange Stroh aus dem Mist nicht richtig. Um es nicht ständig im Futter zu haben, war Schmid irgendwann auf Mineraldünger umgeschwenkt. Als dann einige Pferde in seinem Laufstall noch Rangkämpfe um frisches Stroh anzettelten, hatte er genung. „Wir brauchen eine Alternative“, entschied er.

Seither hat er jährlich für einige Wochen die Maschine auf dem Hof. Nach einer knappen Stunde erreicht die Anlage ihre Betriebstemperatur und die volle Leistung. Der eingebaute Futtermischer von BvL löst die Strohballen auf. Dann gelangen sie in zwei Hammermühlen. Ein Konditionierer mischt anschließend das auf 8 mm zerkleinerte Material und befeuchtet es bei Bedarf. Dafür benötigt die Maschine 5 bis 35 l Wasser pro Tonne.

Durch eine Matritze mit 1800 Löchern wird das Material von innen nach außen zu Pellets mit 8 mm Durchmesser gepresst. Dadurch erhitzen die Pellets auf...

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