Ganz persönlich

Die Beobachterin Premium

Christine Schneider, ehemalige Moderatorin von „Unser Land“, berichtet vielen Bauern zu kritisch über die Landwirtschaft. Sie hält den Blick von außen aber für wichtig.

Frau Schneider, Sie berichten in „Unser Land“ mehr aus der Sicht der Nichtlandwirte, monieren viele Bauern. Zurrecht?

Schneider: Es stimmt, das ist keine Sendung nur für die Landwirte. Wir berichten für alle Beitragszahler, und da sind die Bauern die Minderheit.

Unser Ziel ist, die Landwirtschaft für die Verbraucher realistisch darzustellen. Wir möchten dabei niemanden in die Pfanne hauen, sondern versuchen, neutral zu bleiben.

Oft geraten Sie persönlich ins Kreuzfeuer, weil Landwirte Sie als zu kritisch wahrnehmen. Trifft Sie das?

Schneider: Gegen Angriffe auf persönlicher Ebene habe ich ein dickes Fell entwickelt. Aber meistens geht es in der Kritik auch um Inhalte. Und das reflektiere ich und...

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Nach dem Skandal

Bilder von einem Allgäuer Milchviehbetrieb haben verstört. Die Bauern an den Pranger stellen will kaum jemand. Fruchtet die Öffentlichkeitsarbeit der Landwirte?

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Artikel geschrieben von

Katharina Riedmeier

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Guter Journalismus darf sich niemanden anbiedern

Die weitgehende unkritische Nähe vieler Medien zum Ökolandbau ist schon sehr auffällig. Wahrscheinlich ist das auch der guten Propaganda von Umwelt- und Naturschutzorganisationen geschuldet. Aber guter Journalismus zeigt sich in kritischer Distanz zu den berichteten Themen. Und kritikwürdige/kritikfähige/problematische Konstellationen gibt es nun mal sowohl um konventionellen als auch im Ökö-Landbau

von Anton Obermeier

Unser Bioland

Diese Sendung ist seit Jahren, und gerade unter der Moderation der Beobachterin, zu einer Werbesendung für Bioanbau verkommen.

von Werner Kriegl

Grünfunk

Gerade "Unser Land" stellt doch in letzter Zeit ständig "Bauern" als Vorbilder dar, welche die Landwirtschaft in Wirklichkeit als Hobby betreiben. Wenn ich nicht davon leben muss, dann kann man die Landwirtschaft genau so betreiben, wie in dieser Sendung propagandiert ...

von Wilhelm Grimm

Nicht logisch !

Die Beobachterin einer Öffentlich-rechlichen Sendeanstalt irrt, wenn sie ihre Meinung zu dem schwierigen und fachlich umfangreichen Thema Landwirtschaft nach der Herkunft und den Erwartungen der Beitragszahler ausrichtet. Diese Vermischung von Tatsachen und Meinung nenne ich gefährliche Berichterstattung oder Meinungsmanipulation. So funktioniert öffentlich-rechtlicher Rundfunk.

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