Rote Gebiete

Düngeverordnung: „Wir brauchen eine Abgrenzung der roten Messstellen“ Premium

Die Ausweisung „Roter Gebiete“ ist für viele Bauern nicht nachvollziehbar. Die EU-Abgeordnete Marlene Mortler fordert Transparenz und eine Binnendifferenzierung der Roten Gebiete.

Das Interview stammt aus der September-Ausgabe von top agrar Südplus, die diese Woche erscheint.

Frau Mortler, Sie fordern eine Novelle der EU-Nitratrichtlinie. Was sind Ihre Hauptkritikpunkte?

Marlene Mortler: Die Messstellensystematik zur Ausweisung der belasteten Gebiete sollte z. B. vereinheitlicht werden. Auf EU-Ebene werden immer noch die verschiedensten Messnetztypen gegenübergestellt. Dabei geht Deutschland aufgrund der dünnen Messstellendichte und der sich stark unterscheidenden Messnetzkonzeption immer wieder als Verlierer hervor. Auch die Derogation ist klarer zu regeln. Entweder ist in jedem Grünlandbetrieb in Europa außerhalb des Roten Gebietes eine höhere Grenze gültig oder in keinem.


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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Imschloss

Rote Betriebe statt rote Gebiete

Was kann ich dafür, wenn meine Feldnachbarn zu viel Stickstoff düngen? Wer mit seinem Viehbestand bzw. mit seiner Biogasanlage Maß gehalten hat, wird jetzt auch noch mit der Düngeverordnung bestraft ! Das ist Typisch für den deutschen Bürokratismus. Wenn irgendwo was schief läuft, geht man den einfachen Weg und verprügelt gleich alle. Die Medien helfen kräftig dazu !

von Michael Behrens

Danke Frau Mortler!

Es scheint ja doch noch Politiker mit Sachverstand zu geben. Hauen Sie ordentlich auf den Tisch und werfen Sie ruhig den Frauen Schulze und Klöckner Populismus und Unfähigkeit vor.

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