Bayern

Ernte 2020: Mehr Kartoffeln, weniger Kirschen

Während das Getreide im Durchschnitt liegt, brechen Kartoffeln und Kirschen nach unten und oben aus – das zeigen erste Ergebnisse der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, hat es nach den derzeit noch vorläufigen Ergebnissen der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung“ dieses Jahr in Bayern eine im Vergleich zum Vorjahr betrachtet durchschnittliche Getreideernte (ohne Körnermais) von 6,6 Millionen Tonnen gegeben. Hiervon entfallen 4,1 Millionen Tonnen auf Brotgetreide (Weizen und Roggen). Mit einem Anteil von rund 95 Prozent der Brotgetreideernte ist der Weizen eindeutig dominierend. Bei Weizen konnten Erträge von 81,3 Dezitonnen je Hektar eingefahren werden. Dies liegt um 6,8 Prozent über dem Durchschnitt von 2014 bis 2019. Pro Kopf der in Bayern lebenden Bevölkerung können somit rund 313 Kilogramm Brotgetreide eingebracht werden.

Deutlich mehr Kartoffeln

Beim Kartoffelanbau ist Bayern nach Niedersachsen das zweitwichtigste Anbauland in Deutschland. 2020 haben Bayerns Landwirte ersten Schätzungen zu Folge 1,9 Millionen Tonnen Kartoffeln gerodet. Das sind 16,2 Prozent mehr als im Vorjahr und 15,2 Prozent über dem langjährigen Mittel. Jeder Einwohner des Freistaats kann folglich mit rund 145 Kilogramm heimischen Kartoffeln versorgt werden.

Mehr Äpfel, weniger Birnen

Die diesjährige Apfelernte wird sich nach den Angaben der Ernteberichterstatter voraussichtlich auf etwa 37 100 Tonnen belaufen. Dies sind 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Birnen wird eine Ernte von etwa 6 000 Tonnen erwartet, was rund 6,3 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr, aber 3,1 Prozent über dem langjährigen Mittel ist. Pro Kopf der Bevölkerung Bayerns stünden somit aus heimischem Anbau rund 3,0 Kilogramm Äpfel und rund 500 Gramm Birnen zur Verfügung.

Ernteausfälle bei Kirschen

Spätfrost im Mai sorgte bei der Kirschernte teilweise für Ernteausfälle. Die Hektarerträge von Süßkirschen liegen bei 28,4 Dezitonnen pro Hektar, die von Sauerkirschen bei 43,3 Dezitonnen pro Hektar. Die Süßkirschen liegen somit mit 48,2 Prozent und die Sauerkirschen mit 32,6 Prozent deutlich unter dem langjährigen Mittelwert.


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