Startup

Ernte am Fließband

Wachsen unsere Lebensmittel bald in alten Industriehallen auf dem Fließband? Mit dieser Idee hat sich das Start-up Roko Farming für einen Gründerwettbewerb qualifiziert.

Das junge Start-up Roko Farming aus Elchingen bei Ulm sieht die Zukunft der Pflanzenproduktion auf Fließbändern, die vollautomatisiert mit Wasser (Aeroponik) und Nährstoffen versorgt werden. Dieses kontinuierliche, pflanzenunspezifische "Vertical Farming System" sei laut der Gründer, Sascha und Philipp Rose, wirtschaftlich effizient und ökologisch. Weitere Vorteile seien eine höhere Flächeneffizienz, 95 % weniger Wasserverbrauch, keine Pestizide, 70 % weniger Dünger, kein Ausschuss sowie geringe Transportwege und mehr sekundäre Pflanzenstoffe.

Fließband

Die erste Ernte vom Fließband: 13 verschiedene Salate. (Bildquelle: Werkbild)

Die beiden Gründer, Sascha und Philip Rose, sehen ihre Idee des "Vertical Farmings" aber bewusst als Ergänzung zur konventionellen Landwirtschaft. Noch stecke die Technologie in den Kinderschuhen. Herausforderungen seien noch hohe Personalkosten und hohe Energiekosten. Außerdem sei der Kaloriengehalt der Endprodukte noch geringer als bei konventionell erzeugten Pflanzen.

Mit ihrer Idee konnten die beiden Visionäre den regionalen Vorentscheid des Gründerwettbewerbs "Start-up BW Elevator Pitch" des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg für sich entscheiden. Jetzt ziehen sie ins Landesfinale 2021 ein.


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