Erste praxistaugliche Rettungsdrohne für Rehkitze

Der Bayerische Jagdverband und die Firma Geo-Konzept bringen jetzt die erste praxistaugliche Rettungsdrohne für Rehkitze auf den Markt.

Eine neue Drohne, die der Schlagkraft in der Landwirtschaft angepasst sein soll, verspricht Rehkitze künftig schnell und sicher vor dem Mähtod zu retten. Mit dem neuen Kitzrettungssystem könnten die Landwirte ihre Wiesen ohne Unterbrechung und ohne Zeitverlust mähen, versprechen die Entwickler, die oberbayerische Firma Geo-Konzept und der Bayerische Jagdverband. "Das ist ein großer Vorteil, denn die Landwirte stehen bei der Grünlandmahd meist unter hohem Zeitdruck", wird Prof. Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes, in einer Pressemeldung zitiert.

Das Kitzrettungssystem aus der Luft gebe es als Basis-Variante und als Variante „Pro“. In beiden Fällen seien die Copter mit einer Wärmebildkamera ausgestattet. Bei der Basis-Variante fliege man auf Sicht. Das heißt, eine Person steuere das Gerät und beobachte dabei das Live-Infrarotbild. Eine zweite Person müsse dann zu dem Punkt in der Wiese dirigiert werden, an dem ein Kitz vermutet werde.

Mit der Variante „Pro“ gehe alles noch viel schneller. In nur wenigen Minuten werde die ganze Wiese ohne Unterbrechung abgesucht. Nach dem Flug erhalte man automatisch die genauen Koordinaten von der Stelle, an der ein Kitz liegen könnte. Mit Hilfe dieser Koordinaten können die Kitze in der Wiese dann schnell gefunden und geborgen werden.

Thomas Muhr, Geschäftsführer der Geo-konzept GmbH und selbst Landwirt, erläutert, warum sein Unternehmen den Kitzretter aus der Luft entwickelt hat: „Wir haben in dieses Kitzrettungssystem investiert, weil wir immer wieder nach einer technischen Lösung gefragt wurden. Auch wenn es eine große Herausforderung war, ein marktfähiges Produkt zu entwickeln. Es ist schön, dass wir nun dazu beitragen können, viele kleine Kitze vor dem grausigen Tod zu retten.“
 
Ziel sei es, so die Entwickler, dieses Kitzrettungssystem vor allem auf großen Flächen und über Maschinenringe und Lohnunternehmer einzusetzen. So könnten unmittelbar vor der Mahd schnell und gründlich die Wiesen abgesucht werden. Der BJV und die Firma Geo-Konzept plädieren dafür, dass der Einsatz ihres Kitzrettungssystems über KULAP gefördert werde, da die Maßnahme gelebter Tierschutz sei.  
 

Artikel geschrieben von

Silvia Lehnert

Redakteurin SÜDPLUS

Schreiben Sie Silvia Lehnert eine Nachricht

Mehr Milch mit Wasser in der Ration?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen