FFH-Flächen

FFH-Gebiete: Ein neuer Zukunftsbericht birgt Sprengstoff Plus

Durch den Klimawandel - nicht durch die Bauern - werden sich viele FFH-Gebiete im Land künftig wohl massiv verändern. Eine neue Studie aus dem Schwarzwald sorgt für Zündstoff.

Der Klimawandel wird die verschiedenen FFH-Lebensraumtypen massiv verändern und macht daher ein Umdenken bei den derzeit definierten Maßnahmen zu ihrer Erhaltung notwendig. Viele Lebensraumtypen werde es auf den derzeitigen Standorten in Zukunft nicht mehr geben, daher müsse man die statische Betrachtung der Erhaltungszustände zugunsten einer dynamischeren Betrachtung des Naturschutzes aufgeben. Außerdem bedürfe es einer großräumigen Betrachtung des Naturschutzes im FFH-Kontext. Die derzeit festgelegten Erhaltungs- und Entwicklungszustände seien zu kleinräumig festgelegt zumal es Flächen gebe, die bereits aus heutiger Sicht durch die Veränderung der Klimafaktoren keine Chance zum Erhalt haben. Statt auf die Einzelfläche müsse der Fokus z.B. auf Biogeographische Regionen und Unterregionen gelegt werden.

Veröffentlichung verzögert

Das ist kurz gefasst das Ergebnis eines Berichtes zu neuen Nutz- und Schutzkonzepten im Klimawandel, den der Naturpark Südschwarzwald beim Fachbüro UNIQUE forestry and land use GmbH in Auftrag gegeben hat. Finanziert wurde die Studie im Rahmen des Klimopass-Programmes des Umweltministeriums in Stuttgart. Eigentlich war der Bericht schon Mitte 2019 fertiggestellt. Das Umweltministerium sah bei den Ergebnissen allerdings "erhebliche inhaltliche Mängel", die vor der jetzigen Veröffentlichung noch ausgemerzt werden mussten.

Die Inhalte bergen in der seit Jahren kontrovers geführten Diskussion um den Erhalt von FFH-Flächen einigen Sprengstoff. Praktiker sehen bereits eine Zeitenwende angebrochen: "In dieser Deutlichkeit hat noch keiner gesagt, dass die FFH-Gebiete von großräumigen Faktoren mindestens ebenso beeinflusst werden, wie von der Bewirtschaftung. Daher hoffe ich,...


Diskussionen zum Artikel

von Stefan Fröber

Sehr eindrucksvoll

Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass die Natur nicht statisch ist und sich dementsprechend keine einfachen statischen Gesetze und Richtlinien überstülpen lässt. Klar, dass das dem Umweltministerium nicht schmeckt.

von Wilhelm Grimm

Auch nur aus meiner Erinnerung.

Die Afrikaner mochte er schon gar nicht.

von Wilhelm Grimm

@ Gerd Steffek

Aus Zeitgründen will ich nicht immer alles recherchieren, sondern habe dies aus meiner Erinnerung geschrieben. Danach hat Steiner zu den Rassen seltsame Ansichten gehabt, die auch den Nazis gefallen haben. Aber auch hier gilt: Das medizinische Wissen um die Vererbungslehre und auch ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

@Wilhelm Grimm

Die Erinnerung hat schon gestimmt. Nach Lesart der Grünen müßte dieser tatsächlich von seinem hohen Roß gestürzt werden, da Steiner selbst sehr antisemitische Ansichten hatte. Er gab damit den Nazis entsprechendes Pulver auf deren Pfanne. Auch leicht nachzulesen auf Wikipedia ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Wobei, Gerhard Steffek,

was war denn der Ahnherr der Grünen, der Rudolf Steiner, ja was war der ?

von Gerhard Steffek

@Wilhelm Grimm -

der Sinn der Frage erschließt sich hier mir nicht konkret. __ __ Denn Rudolf Steiner möchte ich nicht unbedingt als Ahnherr der Grünen ansehen. Man könnte es meinen, entspricht er doch vollends dem Persönlichkeitsprofil der Grünen in all seinen Schattierungen. Ja, er hätte sie auch ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Es wird gefährlich.

Stück für Stück kleine Eingriffe in die Bewirtschaftung ergeben sehr bald einen großen Eingriff, bis hin zur völligen Wertlosigkeit der Flächen. Früher nannten wir das Enteignung und Kommunismus, heute läuft das unter der Deckadresse Artenschutz, Bienen tot und alle tot, ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Nicht "Zukunftsbericht", sondern Armutszeugnis -

müßte das Ganze heißen. Denn damit wird den ganzen FFH-Konzepten, dem Klimawandel und Umweltschutz ganz deutlich aufgezeigt wie falsch sie liegen werden. Insofern kann man bedingt sogar von "Zukunftsbericht" reden. Er stellt somit aber eben unseren "Umweltschützern" ein denkbar ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Wenn es schon Rassismus gibt,

dann gegen die Bauern, aber von dieser Regierung gefördert.

von Gerhard Steffek

Wobei -

wenn hier schon "Rassismus" angesprochen wird, wieso gibt es eigentlich nur beim Menschen keine "Rassen". Gut, bei Affen wird auch von "Arten" geredet, hier gibt es die "Arten" Bonobos und Schimpansen, Gorilla und Paviane..., aber bei allen anderen Tieren wird dann doch wieder von "Rassen ... mehr anzeigen

von Bernhard ter Veen

... WOFÜR

Würde mich mal interessieren was DAS gekostet hat... Für WAS für einen Schwachsinn wird bei UNS eigentlich das Steuergeld zum Fenster heraus geworfen ??? Die Ergebnisse sind doch eh schon VORGEGEBEN...sonst gibt's kein Geld. nebenbei...die heutigen Studien sind doch alle schon von der ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

"Zukunftsbericht"

Ein Widerspruch in sich.

von Andreas Gerner

"bislang nicht in der FFH-Kulisse liegende Flächen könnten in Zukunft die Artenzusammensetzung von Lebensraumtypenflächen aufweisen"

Soll heißen, wenn wir freiwillig mit Blühstreifen u.ä. die Artenvielfalt fördern, geraten die Flächen in die Schutzzonen und werden in ihrer Bewirtschaftung eingeschränkt? Wie werden meine Verpächter dies wohl sehen?

von Gerd Uken

Wohl wahr

Zuerst kommt der kleinste Faktor man weißt FFH Gebiete aus und dann heißt es ihr hättet aber zusammenhängende Flächen unter Schutz stellen müssen, dann hat man plötzlich ein LSG oder schlimmer Nichteinhaltung NSG! Wehren zwecklos weil es bei uns der Kreistag beschließt weil der ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Passt zu den Zielen der NGOs !!!

Sie wollen an das Eigentum der Anderen.

von Stephanie Winhard

Um da...

noch mehr Pferde und Rinder verhungern zu lassen oder um Wölfe zu züchten, damit die Weidetierhaltung in Deutschland schnellstmöglich ausstirbt?

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