Baden-Württemberg

Forschungsprojekt: 160.000 € für Schutz von Grünland

Landwirtschaftsminister Peter Hauk will die Bekämpfung von Engerlingen auf Grünlandflächen fördern.

Im Regierungsbezirk Freiburg sorgen Engerlinge des Junikäfers für erhebliche Schäden im Grünland. Laut Minister Hauk belaufen sich die Schadflächen dort auf rund 1.000 ha. Daher investiert das Land 160.000 € in ein praxisnahes Projekt, das Landwirte bei der Wiederherstellung der geschädigten Grünlandbestände unterstützt.

Start ab Frühjahr 2021

„Unser Ziel ist es, die Schadflächen zu sanieren und langfristig wirksame Methoden im Umgang mit dem Schadinsekt zu erarbeiten. Wir unterstützten die betroffenen Landwirte finanziell und durch Beratung“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, bei einem Termin vor Ort in Biberach (Ortenaukreis). Zur Bekämpfung der Engerlinge kämen biologische Mittel in Form von Pilzsporen und Nematoden zum Einsatz. Wissenschaftliche Versuche würden das Vorhaben begleiten.

Das Vorhaben soll ab dem Frühjahr 2021 durchgeführt werden. Die teilnehmenden Landwirte werden je nach Schadensausmaß mit 150 bis 250 € pro ha bei der Wiederherstellung der Grünlandbestände unterstützt. Dafür wird von den Landwirten ein Mitwirken bei einem umfangreichen Käfer-Monitoring erwartet, um den optimalen Zeitpunkt für die biologische Bekämpfung zu ermitteln.

Stetig Zunahme der Engerlingschäden

Weiterhin wurde eine Arbeitsgruppe mit verschiedenen Experten und Beratern unter der Federführung des LAZBW zur Begleitung und Weiterentwicklung des Projekts gegründet.

So können allen Betrieben in Baden-Württemberg aktuelle Informationen zur Verfügung gestellt werden. Laut Minister Hauk sei dies erforderlich, da auch in den kommenden Jahren klimabedingt in ganz Baden-Württemberg wie auch bundesweit verstärkt mit Schäden durch Engerlinge gerechnet werden muss.

„Die Zunahme bestimmter wärme- und trockenheitsliebender Schadorganismen ist eine Folge des Klimawandels. Kaum eine Branche ist so vom Wetter und vom Klima abhängig, wie die Landwirtschaft. Es ist eine wichtige Aufgabe der Gesellschaft, die Bauern bei der Bewältigung der Klimafolgen zu unterstützen und so in eine gute Zukunft zu führen. Dies ist die Grundlage für die Versorgung der Menschen mit hochwertigen und heimischen Lebensmitteln und die Pflege unserer einmaligen Kulturlandschaften“, betonte Minister Hauk.

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Diskussionen zum Artikel

von Bernd Brunhöver

Engerlinge oder ähnliches am Ölrettich

Ich habe Engerlinge oder etwas anderes ( Pflanzenschutzamt wieß auch nicht was es is) am Ölrettich würde jetzt versuchen wollen durch Berarbeitung sie zu bekämpfen .Darf man aber nicht weil man erst ab 15.2. den Boden bearbeiten darf . Warum Termingebundene Vorgaben um dann mit ... mehr anzeigen

von Stefan Lehr

Engerlinge?

Das kann doch eigentlich garnicht sein. durch das massive Insektensterben kann es sich hierbei doch nicht um engerlinge handeln. Wo sollen die herkommen, wenn es keine Insekten mehr gibt? Erst werden dise Tierchen bis zum geht nicht mehr geschont und gefoerdert, um sie dann mit ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Wie unsinnig ist das denn???

Das darf man einen Grünen (Ich weiß Hauk ist CDU, aber in einer grünen Reg.koalition) doch nicht fragen. Sinnbefreit wie sie sind haben sie doch hierzu doch keine Antwort.

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