Baden-Württemberg

Früherkennungsprogramm zur ASP gestartet

Verbraucherschutzminister Hauk verkündet den Start des Früherkennungsprogramm zur ASP. Die Anträge können ab jetzt bei den zuständigen Behörden gestellt werden.

Seit Anfang Oktober gibt es das ASP-Früherkennungsprogramm für schweinehaltende Betriebe aus Baden-Württemberg. Teilnehmende Betriebe haben somit die Möglichkeit, die dabei im Vorfeld eines Seuchenausbruches bei Wildschweinen erzielten Kontrollergebnisse für die Verbringungsgenehmigungen ihrer Schweine in freie Gebiete anerkennen zu lassen, so Minister Hauk.

Erleichtertes Kontrollverfahren und Kostenübernahme

Aufgrund einer Mitteilung der EU-Kommission können die Betriebe bereits vor einem ASP-Ausbruch bei Wildschweinen mit diesem betriebsbezogenen Kontrollverfahren beginnen. Die spätere Verbringung der Schweine aus den Betrieben in den Restriktionsgebieten unter den erleichterten Bedingungen dieses Kontrollverfahrens setzt weitere Nachweise voraus: Eine fortlaufende wöchentliche Beprobung und negative virologische Untersuchung von mindestens zwei verendeten Hausschweinen im Alter von mindestens 60 Tagen und eine zweimalige veterinärbehördliche Betriebskontrolle. Als Kriterien für die geforderten Biosicherheitsmaßnahmen werden insbesondere die Anforderungen der Schweinehaltungshygieneverordnung zu Grunde gelegt. Ergänzend ist auch eine zweimalige klinische Untersuchung der Schweine des Bestandes erforderlich.

„Das Land übernimmt die Kosten für die Laboruntersuchungen der verendeten Schweine und die Betriebe die übrigen Kosten. Damit soll ein Anreiz für die Betriebe zur Teilnahme geschaffen werden. Betriebe, welche an dem Früherkennungsprogramm teilnehmen möchten, können sich an die untere Tiergesundheitsbehörde bei dem für sie zuständigen Landratsamt bzw. Bürgermeisteramt in einem Stadtkreis wenden“, teilte der Minister weiter mit.


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

Afrikanische Schweinepest

ASP-Bekämpfung: Jetzt ist Teamarbeit gefragt!

vor von Henning Lehnert

Die Kritik an der ASP-Bekämpfung in Brandenburg wird lauter. top agrar sprach mit der Leiterin des Brandenburger Landeskrisenstabs, Staatsekretärin Anna Heyer-Stuffer.

Landwirte im gefährdeten Gebiet beklagen die zögerliche Freigabe der gesperrten Ackerflächen. Unterdessen wächst auch in Mecklenburg-Vorpommern die Sorge vor einem ASP-Ausbruch.

Aufgrund des am 30.09.20 bestätigten ASP-Falles in Bleyen wurde das Restriktionsgebiet deutlich erweitert. Es umfasst jetzt zwei Kernzonen und ein gemeinsames gefährdetes Gebiet.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen