Bayern

Häusler setzt sich für Kartoffelbauern ein

Der Corona-bedingte Pommes-Absatzeinbruch bedroht landwirtschaftliche Existenzen. Der Landtagsabgeordnete Johann Häusler fordert Hilfen für die Landwirte.

Der Landtagsabgeordnete Johann Häusler initiierte über die Landtagsfraktion der Freien Wähler einen Antrag, um Hilfen für die bayerischen Pommes-Frites-Kartoffelproduzenten – ähnlich dem niederländischen Unterstützungsprogramm – zu erwirken. Für die heimischen Kartoffelbauern erhofft sich Häusler mit diesem Antrag, der sich gerade im Abstimmungsprozess mit dem Landwirtschaftsministerium befindet, eine wirksame Überlebenschance.

50 000 t Kartoffeln bisher nicht weiterverarbeitet

Aufgrund der mehrwöchigen Schließung der Gastronomie und der Absagen von Großveranstaltungen bis mindestens August liegt der Pommes-Kartoffel-Markt am Boden. Im Normalfall beliefern über 300 Betriebe die einzige bayerische Pommes-Frites-Fabrik in Rain am Lech mit bis zu 1.000 Tonnen Kartoffeln täglich. Die vertraglich vereinbarten Kartoffellieferungen, die größtenteils aus den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen kommen, können derzeit nicht abgewickelt werden und alternative Abnahmemöglichkeiten bestehen nicht.

Schnelles Handeln nötig

Wenn nicht bald eingegriffen wird, bestehe die Gefahr, dass die heimische Kartoffelproduktion zerstört, und Deutschland von Lieferungen aus dem Ausland abhängig wird, so der Landtagsabgeordnete. Dies mache ein schnelles Handeln seitens der Politik zwingend erforderlich. Das Programm müsse zwischen dem Landwirtschaftsministerium und dem Wirtschaftsministerium entsprechend koordiniert werden. Häusler hofft auf eine baldige Zustimmung der CSU zum diesbezüglichen Antrag der Freien Wähler und somit auf ein tragfähiges Förderprogramm für die heimischen Bauern.

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Diskussionen zum Artikel

von Andreas Gerner

Ein Stück weit schlafen die Vermarkter auch.

Habt Ihr die letzten Wochen bewusst Werbung für (TK-) Pommes im Fernsehen gesehen? Oder gab es in jedem Angebotsflyer der Supermärkte Pommes zum Sonderpreis? Lieber sollte doch der Absatz angekurbelt werden (auch wenn Nachlässe weh tun) als die Ware verderben zu lassen. Besonders, wenn ... mehr anzeigen

von Andreas Bahnmüller

..ist halt einfacher nach Geld vom Statt zu schreien als selber aktiv zu werden.

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