Hofbesuch

Hauk will Bauern auf dem Weg in die digitale Zukunft unterstützen

Baden-Württemberg bietet finanzielle Hilfe bei der Aufrüstung der Hoftechnik an. Peter Hauk hat sich dies am Freitag in Ditzingen auf dem Betrieb von Fritz und Gabi Riesch angesehen.

„Digitale Technologien in der Landwirtschaft sind auch für die Familienbetriebe in Baden-Württemberg sinnvoll und können dazu beitragen, dass Mensch und Umwelt entlastet werden. Das Land begleitet Landwirte bei der Digitalisierung durch Beratung und finanzielle Förderung“, sagte Landesagrarminister Peter Hauk am Freitag in Ditzingen (Landkreis Ludwigsburg) anlässlich eines Besuchs auf dem Römerhof von Fritz und Gabi Riesch. Dabei könnten bereits kleinere Investitionen in die Digitalisierung große Wirkung erzielen.

Die Unterstützung der Lenkung im Traktor könne oftmals nachgerüstet werden, koste vergleichsweise wenig und sorge dafür, dass der Fahrer wesentlich entspannter und dadurch oft auch länger fahren könne. Außerdem steigt der Fahrer entspannter von der Zugmaschine. Als positiver Effekt für die Umwelt komme hinzu, dass die Überlappungen beim Säen, Düngen und Pflanzenschutz reduziert werden.

Dieser Effekt werde noch wesentlich größer, wenn der Einsatz der Maschinen am Computer vorgeplant und die exakte Ausbringung dann über Satelliten gesteuert erfolge. „In den baden-württembergischen Strukturen lassen sich dadurch oft mehr als 10 % Dünger und Pflanzenschutzmittel einsparen. Das kommt der Umwelt und dem Geldbeutel des Landwirts gleichermaßen zugute“, betonte Minister Hauk.

Auch vor dem Stall mache die Digitalisierung nicht halt. Landwirt Riesch überwacht die Aktivität seiner Milchkühe seit diesem Jahr mit Messgeräten, die die Tiere um den Hals tragen. Damit erkennt er frühzeitig, wenn eine Kuh erste Krankheitssymptome entwickelt und greift sofort ein. „Die Tiere werden beachtet, bevor die Krankheit ihren Verlauf nimmt. Das ist gut fürs Tierwohl und reduziert den Medikamenteneinsatz“, sagte Hauk.

Die Investitionen hat Familie Riesch im Rahmen eines vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz geförderten Praxisprojekts vorgenommen. Dabei wurden vier landwirtschaftliche Betriebe bei Ludwigsburg und Karlsruhe bei der Digitalisierung begleitet und unterstützt.

Das Ministerium fördert das Projekt über drei Jahre mit 200.000 €. Mit den Erkenntnissen aus dem Projekt werden die landwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg unterstützt, die ebenfalls weiter in die Digitalisierung einsteigen wollen. Dadurch sollen Vorbehalte abgebaut und Investitionen gezielter getätigt werden. „Das Projekt konnte schon jetzt zeigen, dass es digitale Lösungen gibt, die auch auf baden-württembergische Betriebe passen“, betonte der Minister.


Diskussionen zum Artikel

von Andreas Gerner

Wieder ein Konjunkturprogramm für den Maschinenbau,

der als Hilfe für die Landwirtschaft getarnt wird.

von Klaus Fiederling

Theorie meets Praxis

Obige Einlassungen sind durchaus positiv zu werten. Zunächst einmal bleibt Agrarminister Hauk aber im Konkreten die Kosten schuldig, die der nachträgliche Einbau nur eines Lenksystems auf dem Schlepper verursacht. Diese Größenordnung in Zahlen wäre doch sehr interessant. Ist es bei ... mehr anzeigen

von Markus Grehl

Länger fahren dank Spurführung

Der Witz ist gut. Wie lang sollen wir noch auf unseren Äckern und Wiesen rumeiern und Familie und Freunde vernachlässigen? Und was sagen die Anwohner wenn wir keine Pause mehr machen. In dem Fall kann mir der ganze S..... gestohlen bleiben.

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