Öffentlichkeitsarbeit

HeimatLandwirte informieren über CO2-Bindung

Mit Schildern weisen Landwirte aus dem Raum Landshut darauf hin, welchen Beitrag Ackerfrüchte zur CO2-Bindung leisten.

Der Verein HeimatLandwirte hat kürzlich damit begonnen, Schilder zum Thema „CO2 und Sauerstoff in der Landwirtschaft“ aufzustellen. Damit sollen Spaziergänger und Radfahrer am Feldrand über die positiven Effekte der Landwirtschaft informiert werden. Sie unterstützen damit die Aktion der Lehner Maschinenbau GmbH, welche diese ins Leben gerufen hat und auch die Schilder dazu liefert.

Der Verein ist ein Zusammenschluss von rund 140 Landwirten aus der Region Landshut/Dingolfing, die sich die Öffentlichkeitsarbeit auf die Fahnen geschrieben haben.

Die CO2-Schilder-Aktion soll dazu dienen, der Öffentlichkeit bewusst zu machen, welche gesellschaftlichen Wert landwirtschaftliche Nutzflächen zusätzlich zur Nahrungsmittelproduktion haben. Mit der CO2-Speicherung leiste die Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft und den Klimaschutz, der bislang nicht angemessen in der Öffentlichkeit kommuniziert wurde, betonen die HeimatLandwirte

„Der hohe CO2-Anteil, den die unterschiedlichen Pflanzen pro Hektar aus der Atmosphäre entnehmen, ist für sich allein schon beeindruckend. Noch entscheidender als die CO2-Bindung sind die immensen Mengen Sauerstoff, die von den Kulturpflanzen an die Atmosphäre zurückgegeben werden“, so Thomas Weigl, Vorsitzender der HeimatLandwirte.

Ein Hektar Mais bindet 14 Tonnen Kohlendioxid

Ein Hektar Weizen zum Beispiel bindet ungefähr 9 Tonnen CO2 und setzt ca. 6 Tonnen Sauerstoff frei. Bei Mais bindet ein Hektar sogar 14 Tonnen Kohlendioxid und setzt ca. 9 Tonnen Sauerstoff frei. Das sind weitaus höhere Mengen als bei Waldflächen der gleichen Größe. Außerdem ist der vergleichsweise geringe Anteil an CO2-Input überraschend. Der CO2-Input ist die gesamte Menge an CO2, die beim Anbau, der Pflege und der Ernte der Pflanzen anfällt. „Alles in allem produziert die Landwirtschaft anders als andere Wirtschaftssektoren annähernd klimaneutral“, heben die HeimatLandwirte hervor.

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Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Richtig, aber trotzdem kritikwürdig

Helmut Meyerle hat vollkommen Recht: so funktioniert Werbung! Man stellt das Positive dar und blendet die Probleme aus. Ganz ehrlich ist diese Rechnung mit der CO2-Bindung zwar nicht, darüber sollte sich jeder Landwirt im Klaren sein, mit dieser Kritik auch umgehen können und erklären ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Die Werbung ist absolut ehrlich

Wir binden mit dem Pflanzenbau das CO2. Punkt. Fakt. Andere emittieren ihn wieder. Das ist deren Sache. Genau wie wir die Menschen satt machen. Dass die dann irgendwann wieder hungrig werden, ist deren Sache. So einfach ist das.

von Erwin Imschloss

Die Leute nicht für dumm verkaufen

Auch wenn es um unser gutes Image geht, sollten wir bei der Wahrheit bleiben. Mit unserem Pflanzenbau befinden wir uns in einem Kreislauf, zu dem auch der Verbrauch gehört. Wir binden also keinen Kohlenstoff, wenn wir Nahrungs- Futtermittel oder Energiepflanzen anbauen. Wer allerdings ... mehr anzeigen

von Andreas Gerner

Die Sache mit dem Kreislauf ist unfair.

Unsere Leistung, CO2 aus der Atmosphäre zu holen und in der Ernte zu binden, wird uns damit abgesprochen, obwohl die Emissionsseite des Kreislaufs der Bevölkerung anzulasten ist. Und wenn wir effizient und genug produzieren (dürfen), reicht die Ernte noch für die Erzeugung von ... mehr anzeigen

von Phillip Brändle

In meinen Augen...

... ist die Berechnung nicht zu Ende gedacht. Das in den Pflanzen gebundene CO² wird ja bei der Minieralisierung der Ernterückstände, oder bei der Verdaueung der Ernte im Menschen oder Tiermagen, wieder frei. Diesen Punkt einfach auszublenden führt aber erst zu den scheinbar positiven Bilanzen.

von Helmut Meyerle

So funktioniert Werbung!

Der Landwirt sorgt dafür, dass das CO2 z.B. im Weizen gebunden wird. Derjenige, der das Brot daraus isst, setzt es wieder frei. Daran sind dann auch die anderen 97% der Bevölkerung beteiligt. Es ist also annähernd ein geschlossener Kreislauf. Rapsöl als Treibstoff wird andererseits ... mehr anzeigen

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