Versicherung

Initiative erfolgreich: Risikovorsorge weiter vorangebracht

Der Erschließungsantrag zur staatlich geförderten Mehrgefahrenversicherung von Baden-Württemberg, Bayern und weiteren Ländern erhielt im Bundesrat eine Mehrheit.

Die Landwirtschaft ist immer häufiger Wetterextremen ausgesetzt. Dürre, Starkregen, Stürme, Hagel bedrohten die Ernten. Als Unternehmer müssten die Landwirte selbst die Verantwortung für das betriebliche Risikomanagement tragen, die Risiken sind jedoch infolge des Klimawandels kaum noch beherrschbar.

Deshalb sei eine gemeinsame Finanzierung der Risikovorsorge durch Bund und Länder, sowie eine Verankerung in der nationalen Gemeinschaftsaufgabe ‚Agrarstruktur und Küstenschutz‘ (GAK) unabdingbar. Eine leistungs- und wettbewerbsfähigenLandwirtschaft sei die Grundlage für einen starken Ländlichen Raum.

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat die Entscheidung des Bundesrats begrüßt, die geförderte Mehrgefahrenversicherung zu unterstützen. Sie machte sich noch einmal persönlich dafür stark: „Dass der Bundesrat meine Initiative für eine Mehrgefahrenversicherung unterstützt, ist für die Bauern und Bäuerinnen ein gutes Signal. Sie wissen: Die Politik ist bereit, das wirtschaftliche Überleben der Betriebe zu sichern.“

Geld vom Bund?

Auch Baden-Württembergs Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Hauk ist sich sicher: „Wir müssen unsere Bauern in die Lage versetzen, sich künftig eigenverantwortlich und mit staatlicher Unterstützung besser gegen klimabedingte Ertrags- und Witterungsrisiken absichern zu können.“

„Mit einem langfristig angelegten zukunftsorientierten Risikomanagementsystem machen wir die Landwirtschaft krisenbeständiger und unabhängig von Ad-hoc-Hilfen. Wir brauchen ein einzelbetriebliches Risikomanagement, das ein Bündel an produktionstechnischen, investiven und betriebsorganisatorischen Maßnahmen umfasst“, erklärte der Landwirtschaftsminister.

Ein besonders geeignetes Instrument hierfür sei eine staatlich unterstützte Mehrgefahrenversicherung in der Landwirtschaft. Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern zeigen: Eine breite Absicherung von Witterungsrisiken seien nur dann zu erreichen, wenn die Versicherungsprämien für die Betriebe bezahlbar bleiben.

Kaniber fordert dazu: „Jetzt ist der Bund am Zuge, für diese verantwortungsvolle Lösung Geld bereit zu stellen. Schließlich wird auf Bundesebene der neue Haushalt auch zu Maßnahmen im Rahmen des Klimawandels intensiv beraten.“

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Artikel geschrieben von

Helena Biefang

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Diskussionen zum Artikel

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von Hermann Kamm

Diesen Schmarn mit Risiko

Versicherungen brauchen wir Landwirte nicht! Da verdienen nur die Versicherungen sich ne Goldene Nase. Die Politiker und der BBV wollen dies einfach nicht kapieren! Was wir Landwirte brauchen , anständige und kostendeckende Preise für unsere hochwertigen Produkte und einen Risikoausgleich bei der Steuer. Leider ist die Macht der Agrarlobby zu stark und die Politiker die in den Aufsichtsräten sitzen, sind gar nicht bereit das sie sich für uns Landwirte einsetzen. Kann man dazu nur eins sagen" gekaufte Agrarpolitik"

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