Nachwachsende Rohstoffe

Initiative für biobasierte Rohstoffe im Freistaat

Egal ob Baustoff oder Biokraftstoff – Bayern muss die Natur stärker nutzen, um den Klimaschutz voranzubringen, fordert der Bayerische Bauernverband (BBV).

Nachwachsende Rohstoffe können fossile und klimaschädliche Stoffe ersetzen. Aus diesem Grund sollten Landwirte, die Nachwachsende Rohstoffe (NawaRo) für die stoffliche und energetische Nutzung zur Verfügung stellen, belohnt werden.

„Bayern muss NawaRo-Land Nummer eins werden! Wir fordern eine biobasierte NawaRo-Initiative für Bayern“, sagt BBV-Präsident Walter Heidl im Vorfeld der Landesversammlung des Bayerischen Bauernverbandes in Herrsching an diesem Wochenende. Dort werden neben Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber auch Ministerpräsident Markus Söder und der neue Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft Wolfram Hatz als Redner auftreten.

Bayern in der Pflicht

Für die Umsetzung sei laut Heidl der Freistaat verantwortlich: „Landwirte, die nachwachsende Rohstoffe für die stoffliche und energetische Nutzung zur Verfügung stellen, z. B. in Form von biogenen Bau- und Werkstoffen oder Biokraftstoffen, sollten eine Prämie erhalten, die die Hälfte der Produktions-, Bereitstellungs- und Einsatzkosten entschädigt.“ Damit könnte die Menge an biobasierten Rohstoffen, die zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung steht, deutlich gesteigert werden. Und fossile Rohstoffe werden zum Teil ersetzt.

Biokraftstoff aus der Landwirtschaft

CO2 im Verkehrssektor einsparen – das kann durch eine Erhöhung der Treibhausgasminderungsquote für Mineralölkonzerne erfolgen.

„Wir fordern deshalb eine deutliche Erhöhung der Beimischung von Biokraftstoffen aus heimischem Anbau“, macht Heidl klar. Biokraftstoffe reduzieren Treibhausgasemissionen um mehr als 80 Prozent. Pro Liter Biodiesel aus Raps können so 2,2 kg CO2 eingespart werden.

Bei der Erzeugung von Biokraftstoffen werden zudem wertvolle Eiweißfuttermittel (z. B. Rapsschrot) als Koppelprodukt erzeugt. Dieses heimische Eiweiß reduziert Futtermittelimporte. So entspricht der Anbau von einer 1 Mio. Hektar Raps der Produktion von 2,28 Mio. Tonnen Rapsextraktionsschrot, durch das circa 1 Mio. Hektar Sojafläche eingespart werden. Die Landwirtschaft trägt somit zum Klimaschutz bei.

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Artikel geschrieben von

Helena Biefang

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