Pflanzenschutz

Ist die Hacke die bessere Spritze? Pro und Kontra Premium

Der Staat und viele Hersteller pushen Hacktechnik als Alternative zum chemischen Pflanzenschutz. Doch die Praktiker Hans Neumayer und Robert Bohla sind geteiler Meinung.

Pro

Wir haben uns erst vor Kurzem ein neues Hackgerät von Einböck angeschafft, welches wir in Sojabohnen und Zuckerrüben verwenden. Vor allem bei den Sojabohnen bringt uns die Hacktechnik einige Vorteile: Wir hacken kurz vor Reihenschluss, damit Unkraut verhindert wird. Die zusätzliche Durchlüftung wirkt sich positiv auf die Knöllchenbakterien aus. Dadurch wird der Stickstoff stärker mineralisiert und mobilisiert.

Zudem verschlechtert sich der Erosionsschutz bei einer guten Mulchauflage durch das Hacken kaum.

Auch in den Zuckerrüben hacken wir gegen die Spätverunkrautung, wenn wir sehen, dass der Bestand nicht sauber ist. In einem Jahr haben wir einmal nicht gehackt, da mussten wir eine Fläche von 7 ha mit der Hand von Melde und Gänsefuß befreien. Das nimmt natürlich sehr viel Zeit in Anspruch.

Würden wir nicht hacken,...

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Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Steffek

Für und Wider -

das gibt es immer! Genau diese Misere, in der der Landwirt steckt und bei seinen Anwendungen bedenken muß, sollte dem 08/15-Bürger mal wieder nahegelegt werden. Ebenso die Konsequenzen daraus, den von unseren grünen Gutmenschen wird derzeit ja nur die Praxis angewendet ein Verbot zu fordern, ohne auf die Konsequenzen und weitreichenden Folgen zu achten. Der schwarzwälder Chirurg Gerhard Uhlenbrock sagte dazu folgerichtig: "Besserwisser entstehen in einem Umfeld von Unwissenden, oder dem höflichen Schweigen der Wissenden". Dieses "höfliche Schweigen" muß ein Ende haben, denn sonst hat die Landwirtschaft in Deutschland ein Ende. Denn den "Besserwissern" ist es nie genug.

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