Bayern

Kaniber weist Naturwälder aus

Rund 58.000 ha Wald aus den bayerischen Staatsforsten stehen ab sofort unter dauerhaftem Schutz. Die sogenannten Naturwälder werden künftig nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt.

Ein landesweites Netzwerk wilder Waldnatur lässt Staatsministerin Michaela Kaniber in den bayerischen Staatswäldern noch diese Woche unter dauerhaften Schutz stellen. Wie die Ministerin mitteilte, werden dazu rund 58.000 ha ökologisch besonders wertvolle staatliche Wälder als Naturwälder ausgewiesen.

Betreten weiterhin erlaubt

Der Ministerin zufolge umfasst die neue Schutzkulisse die ganze Vielfalt der bayerischen Waldtypen und Lebensräume. Sie enthält die fünf größeren Waldgebiete, deren Ausweisung Kaniber bereits im Mai angekündigt hatte. Hinzu kommen die staatlichen Naturwaldreservate und die Kernzonen des Biosphärenreservats Rhön. Auch ein 540 ha großer Buchenmischwald nahe der Basilika Vierzehnheiligen wird bald Naturwald sein. Damit sind von den Au- und Moorwäldern über Hang- und Bergmischwälder, Schlucht- und Hochlagenwälder bis zu den Latschenwäldern der Alpen die meisten Waldtypen abgedeckt. Das Betreten der Wälder bleibt laut Ministerin weiter erlaubt und ist sogar ausdrücklich gewünscht: „Alle sind eingeladen, diese Kleinode unserer Heimat zu besuchen und Baumgiganten, knorrige Überlebenskünstler oder Relikte urtümlicher Wälder mit allen Sinnen zu erleben“. Die Kulisse ist im „BayernAtlas“ unter https://v.bayern.de/wG33M detailgenau abrufbar.

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