EEG-Novelle

Kleegras & Co. beim Biogas besserstellen

Verbände aus Land- und Energiewirtschaft fordern zur EEG-Novelle eine ökologisch nachhaltige Energiewende und mehr Perspektiven für bäuerliche Biobetriebe.

Am Freitag berät der Bundestag über die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Naturland, Bioland, Fachverband Biogas, C.A.R.M.E.N und Bayerischer Bauernverband (BBV) fordern neben der Sondervergütungsklasse für Gülleanlagen eine weitere Vergütungsklasse für ökologisch wertvolle Substrate. Denn bei vielen Öko-Betrieben verbleiben stickstofffixierende Kulturen gemulcht auf dem Acker, was zu erhöhten klimaschädlichen Gasen führt. Wenn der abgeerntete Aufwuchs jedoch durch eine Biogasanlage "veredelt" wird, entfallen diese klimaschädlichen Gase und es entsteht zusätzlich wertvoller Dünger.

Leider reichen diese positiven Aspekte nicht aus, um eine Biogasanlage wirtschaftlich zu betreiben. Damit für Biogasanlagen ökologisch wertvolle Substrate attraktiver werden, ist eine Besserstellung des Einsatzes von Leguminosen und Co. innerhalb des EEG notwendig, verkünden die Verbände.

Neue Perspektiven für Betriebe

Auch Demeter-Vorstand Alexander Gerber wünscht sich neue Impulse im EEG: „Wir brauchen intelligente Lösungen, die auch wirtschaftliche Perspektiven für bäuerliche Betriebe bietet. Deshalb fordern wir, die Agrophotovoltaik als eine flächenschonende Technik besonders zu fördern. Bei der Biogasgewinnung müssen vielfältige Fruchtfolgen im Fokus stehen: Kleegras und andere Leguminosengemische sind wichtige Bestandteile der Fruchtfolgen im Ökolandbau – ihre Verwertung in geförderten Anlagen kann in manchen Situationen sinnvoll sein und muss zugelassen werden.“

Das Positionspapier zur Novelle des EEG von Naturland, Bioland, Fachverband Biogas, C.A.R.M.E.N. und BBV finden Sie hier, die gemeinsame Stellungnahme des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) hier.


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Diskussionen zum Artikel

von Andreas Gerner

"ihre Verwertung ... muss zugelassen werden.“

als ob sie das nicht wäre

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