Umwelt

Klimaschutzkiller Reh? Premium

Rehwild schadet den bayerischen Wäldern durch zu hohen Verbiss an vielen Baumarten. Ausgerechnet die Grünen fordern jetzt, mehr Schalenwild zu schießen.

Man musste schon zweimal lesen, von wem die Forderung kommt: Bayerns Grünen-Fraktionsvorsitzender Ludwig Hartman will sofort mehr Schalenwild schießen lassen. In 47 % von Bayerns Wäldern sei die Verbissrate zu hoch, der Waldumbau zu klimatoleranteren Baumarten damit gefährdet.

Er plädiert dafür, die Tiere mit Nachtsichtgeräten zu bejagen. Außerdem fordert er unter anderem kürzere ...

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Ludwig Hartmann von den Grünen in Bayern sieht das Ende der Fichte beschlossen. Damit aber artenreiche Mischwälder an ihre Stelle treten können, muss das Rehwild schärfer bejagt werden - auch ...

In einem 10-Punkte-Papier fordert der BUND den Umbau zu klimastabilen und naturnahen Wäldern. Der Jagdverband begrüßt diese Forderung, mahnt aber an, an das Wild zu denken.

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Artikel geschrieben von

Claus Mayer

Redakteur SÜDPLUS

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Diskussionen zum Artikel

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von Markus Sorger

Mensch Klima Fichte Schalenwild

Ein anderes Problem das der Mensch verursacht hat sind die Fichtenmonokulturen auf Standorten auf denen die Fichte nicht natürlich vorkommt 400 bis 700 Meter Seehöhe. Diese Fichten werden durch den Klimawandel und infolge von Hitze Trockenheit stark gestresst und sind dadurch leichte Beute für den Borkenkäfer. Dadurch entstehen große Kahlschläge welche nach Aufforstungen ein Schlaraffenland sind für Schalenwild. Dann kommen noch die Mountainbiker und andere Störenfriede im Wald hinzu die das Wild verängstigen und der Wildverbiss steigt natürlich an. Im Endeffekt haben wir uns das selbst eingebrockt geben aber dem Wild die schuld. Auf der anderen Seite gibt es natürlich gut bewirtschaftete Bauernwälder mit Baumarten die auf die Standorte angepasst sind und als Bewirtschaftungsform Einzelbaumentnahme oder Gruppenweise Nutzung mit Naturverjüngung. Solche Betriebe haben natürlich weniger Probleme mit Wildverbiss. Zuletzt darf man aber auch den Jäger (bin selbst einer :D) als Störenfried nicht unterschätzen... Oft hat man mehr Erfolg wenn man weniger häufig auf der Jagd ist, da sich das Wild durch den Jäger der durch den Wald oder Felder auf seinen Hochsitz pirscht auch verängstigt wird, und sich in den Wald zurückzieht.... und was wird es da wohl äsen? Zum Schluss noch Nachtsichtgeräte sind wohl keine Lösung

von Christian Bothe

Schwachsinn

Heute ist doch der 11.9. und nicht der 1.April...Ich dachte, da gab und gibt’s es wichtigeres zu be(ge)denken!!

von Wilhelm Grimm

Der Bock auf dem Bild

gefällt mir !

von Heinrich Roettger

Eingriffe in die Natur nach Gutsherrenart ; gerade wie es gerade opportun ist.

Dazu passt der Wolfsschutz als Paradebeispiel. Erst soll die Landschaft durch teure Grünbrücken und Querungshilfen durchlässiger gemacht werden; dann wird Sie durch hochelektrifizierte Wolfsschutzzäune komplett und kleinräumig dicht gemacht. Es sind immer wieder die gleichen Menschen , die eine 180 Grad Wende postulieren. Erst soll der Jäger nicht in die Natur eingreifen und im 2.Schritt kann er gar nicht genug Muttertiere von Fuchs, Wildsau und Reh erlegen. Wir Land und Forstwirte , sowie alle Jäger haben einen Berufsethos , dem wir uns stets auf Höchste verpflichtet fühlen. Eine nachhaltige Nutzung und Förderung der Natur liegt in unseren Erbanlagen.Lassen wir uns von den städtischen Wendehälsen nicht beeindrucken!

von Werner Kriegl

Ahnungslose Grünmenschen

Das wir laufen wie beim Biogas - erst fordern u. fördern und anschließend die "Maiswüste" der Bauern beschimpfen. Jetzt die Rehe dezimieren und später dann die Jagd verbieten, weil man kein Wild mehr sieht und der böse Jäger... Die sollen erst einmal dafür sorgen, daß nicht querfeldein Reiter / Mountainbiker und Quadfahrer die Flure beunruhigen, dann wird der Druck auf das Wild automatisch abnehmen und nicht mehr gezwungen sein in der Dickung zu äsen!

von Karlheinz Gruber

Herrn Kamms Aussagen noch zu ergänzen

Wir haben evtl. !! Gebietsweise zu viel Rehe. Ja, aber !! wir haben auch einen Freizeitdruck den es früher einfach nicht gab. Damals konnte sich das Wild ungestört zum Verdauen wo hinlegen, heute ist es immer auf der Flucht vor irgendwelchen Freizeitsportgenießern. Mehr Bewegung ist mehr Nahrungsbedarf ist gleich höherer Verbiß vor allem im Winter. Selbst in der Nacht sind bei mir im Wald die Mountenbiker noch mit Stirnlampe statt Radlicht unterwegs. Ja wo soll sich das Wild denn mal Ausruhen können. Ich habe den Großteil meines Waldes eingezäunt. Der Zaun ist jetzt aber nicht mehr dicht, aber der Verbiß ist in Grenzen. Warum, weil jetzt keiner mehr Reingeht und die Rehe dort ihre Ruhe haben. So sieht es aus. Wenn nicht der Freizeitdruck eingeschränkt wird, können wir gleich alles umlegen. Und noch was. Am Feld wächst auch nichts ohne Arbeit. Daher können wir ruhig auch Schutzmaßnahmen im Wald ergreifen. Es bringt uns gar nichts öffentlich zu fordern, alle Rehe umzulegen, nur weil ich meinen Jungwald nicht schützen will. Das wird ein Bumerang sonderer Güte werden. Hören wir endlich auf das Rehwild als Feind zu sehen. Das Rehwild baut den Wald um, wie die Natur (wird doch gefordert) es haben will!!! Und wie viele Landwirte bieten dem Wild noch Äsungsflächen im Feld an. Winterharte Nahrung damit es eben nicht in den Wald rein muß. Wenn ich im Winter über die Lande fahre sehe ich sehr wenig. Hier kann jeder Bauer mit Wald mal seinen eigenen Beitrag leisten. Nahrung für die Wildtiere im Winter bereitstellen. Ist auch ein Beitrag zum Artenschutz der mit Sicherheit gerne gesehen wird. Nur halt nicht bei den Rehhassern.... die meinen alles soll ohne Arbeit geschehen, aber dann laßt einfach die Natur wachsen und schaut zu.....

von Hermann Kamm

wie Blöd muss man sein?

Früher vor ca 40 Jahren gab es weitaus mehr Schalenwild als Heute. Die Wälder haben dieses leicht verkraftet. Es ist doch nicht das Wild das enorme Schäden anrichtet! Viel größer bzw katastrophal ist doch das Problem mit den Schadinsekten wie zb. Borkenkäfer. Aber leider hat momentan das Thema Insekten in der Politik Vorrang und diese müssen unter Schutz stehen. Welch Idioten, Überall wo die Politik und unwissende der Gesellschaft in die Natur eingreifen, gibt's danach mehr Probleme als zuvor.

von Jörg Meyer

richitg

man muss den Grünen auch mal recht geben, ist leider selten der Fall

von Renke Renken

Hier kann man ausnahmsweise

scheinbar die Schuld nicht den bauern in die Schuhe schieben, und daran sieht man wie weit uns grüne Ideogien bringen, ähnliches wird uns mit dem Wolf auch passieren. Da lacht man sich fast schon tot, wenn man in Nord-D seit einem halben Jahr versucht irgendwelche Problemwölfe zur Strecke zu bringen

von Wilhelm Grimm

Es ist doch nicht zu viel verlangt,

die Neuanpflanzungen einzuzäunen. Bei Wölfen kein Problem, nur da funktioniert das nicht.

von Franz Josef Aussel

Verursacherprinzip?

Der Klimawandel wird durch den Menschen verursacht , dass jetzt die Wildtiere verantwortlich gemacht werden zeigt: der Mensch will die Verantwortung immer auf andere abwälzen.

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