KULAP

KULAP 2020: Das sind die Neuheiten

Wegen des Volksbegehrens Artenvielfalt passt Bayern das Kulturlandschaftsprogramm in diesem Jahr an. Wir zeigen, was sich für die Antragsteller konkret ändert.

Weil dieses Jahr das letzte der aktuellen EU-Förderperiode ist, wären im Normalfall auslaufende Maßnahmen des bayerischen Kulturlandschaftsprogramms (KULAP) nur im Rahmen von Anschlussverpflichtungen bis zum Start der neuen Förderperiode möglich.

Drei neue Maßnahmen

Doch das Volksbegehren Artenvielfalt, das der Bayerische Landtag im Sommer 2019 zusammen mit einem Begleitgesetz verabschiedet hat, führt auch zu erheblichen Änderungen im KULAP. Das zuständige Landwirtschaftsministerium in München hat einige Maßnahmen neu aufgelegt, einige bestehende hat es überarbeitet.

  • Für die extensive Grünlandnutzung gibt es für Betriebe bis 1,00 GV pro ha Hauptfutterfläche (HFF) eine erhöhte Prämie von 220 €/ha (B 19). Wie bei den bereits bestehenden Maßnahmen B 20 (max. 1,40 GV/ha HHF) und B 21 (max. 1,76 GV/ha HFF) darf kein mineralischer Dünger ausgebracht werden. Der Mindestviehbesatz beträgt 0,3 RGV/ha HFF).
  • Neu gefördert wird die Anlage von ganzjährigen Altgrasstreifen (B 42). Dabei müssen 5 bis 20 % der Fläche stehenbleiben. Die Lage des Streifens sollte aber zwischen den Antragsjahren variieren. Die Höhe der Zuwendung beträgt 50 €/ha. Diese Maßnahme ist mit allen anderen Grünlandmaßnahmen kombinierbar, auch mit der Umstellung des Gesamtbetriebs auf den Ökolandbau.
  • Die dritte neue Maßnahme ist die vielfältige Fruchtfolge mit sichtbar blühenden Kulturen (B 43). Dabei muss der Anteil der sichtbaren blühenden Kulturen mindestens 30 % betragen.

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Diskussionen zum Artikel

von Andreas Gerner

Betrug.

Die Gewässerrandstreifen wurden bis letztes Jahr voll vergütet. Dann kam das Volksbegehren mit der 5m Verpflichtung (Enteignung träfe es besser) und die Initiatoren und die CSU geführte Regierung versprachen, dass es über das Kulap Entschädigungen geben wird. Nix war´s. Jetzt ... mehr anzeigen

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dort ist der Betrag/Baum deutlich zu niedrig. Wer eine hat weiß, was das Arbeit bedeutet und enormen Zeitverlust bei der Mahd/ Ernte. Mancher Spiegel geht auch zu Bruch. Dort wären 300-500 Euro/ ha angebracht, da dort auch ein enormer Insektenfundus besteht. Auch der Ersatz und ... mehr anzeigen

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