Protest

Diese „Land schafft Verbindung“-Demos sind am 22. Oktober geplant

Neben Bonn wird es in Würzburg, München, Bayreuth, Stuttgart, Freiburg, Magdeburg, Berlin und Hannover am 22. Oktober Protestkundgebungen gegen das Agrarpaket geben.

Am 22. Oktober ruft die Bewegung „Land schafft Verbindung“ bundesweit zu Demonstrationen gegen das Agrarpaket der Bundesregierung auf. Neben Veranstaltungen in Bonn und Rostock gehen auch Bauern in folgenden Städten auf die Straße.

  • In München am Odeonsplatz
  • In Bayreuth in der Tierzuchthalle Adolf-Wächter-Straße
  • In Würzburg, Phillip Schrepfer Allee
  • In Stuttgart, Kernerstraße inkl. Rundfahrt
  • In Freiburg auf dem Münsterplatz
  • In Magdeburg gibt es eine Sternfahrt zum Dom
  • In Brandenburg treffen sich Bauern zu einer Sternfahrt nach Berlin
  • In Hannover auf dem Platz der Göttinger Sieben

Verhaltenskodex bei den Demos...

Die Landwirte mahnen:

  1. Das Agrarpaket gefährdet die deutsche Landwirtschaft. Wir wollen sie erhalten!
  2. Die Verschärfung der Düngeverordnung führt zu Unterdüngung. In den sogenannten roten Gebieten schadet das dem Boden und dem Wasser mehr, als es nützt.
  3. Buhmann der Politik und vieler NGOs: Die permanente negative Stimmungsmache, das Bauernbashing, führt zu Ärger und Frustration im Berufsstand. Diskriminierung, Benachteiligung und Mobbing von Angehörigen gehören zur Tagesordnung. Das gefährdet die Zukunft der Betriebe und des ländlichen Raums. Unter solchen gesellschaftlichen Umständen und ständig an den Pranger gestellt, oft weder fach- noch sachgerecht, verliert der Beruf des Landwirts seine Attraktivität.
  4. Das Mercosur-Handelsabkommen gefährdet durch Billigpreise importierter Waren, die Versorgung mit sicheren, qualitativ hochwertigen und geprüften Lebensmitteln aus der Region.

Die Redaktion empfiehlt

Am 22. Oktober wird es nicht nur in Bonn eine Demo von Bauern gegen das Agrarpaket geben, sondern auch in Rostock. Die dortigen Landwirte wollen ein neues Miteinander mit der Gesellschaft.

Unter dem Motto „Land schafft Verbindung - wir rufen zu Tisch“ ruft eine Landwirtebewegung aus dem Netz nun offiziell zu einer Kundgebung am 22. Oktober in Bonn auf.


Diskussionen zum Artikel

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von Freerk Buse

Pferd von hinten aufgezäumt!

Bei den aufgestellten Forderungen fehlt ein wesentlicher Ansatz: Es darf nicht der Eindruck entstehen, daß die sich Bauern gesellschaftlich anerkannten und gewünschten Veränderungen verweigern. Mit dieser Haltung konnen wir nur verlieren! Wir müssen deutlich machen, daß wir bereit sind zu vernünftigen und umsetzbaren Regeln zu kommen,die einerseits den Wünschen der Gesellschaft (unserer Kunden) entgegenkommen und uns andererseits ein nachhaltiges Wirtschaften ermöglichen. Das Hauptproblem sind nicht die Auflagen,sondern unsere miserable Erlössituation, die deren Umsetzung zu einem wirtschaftlichen Drahtseilakt und leider oft sogar zu betrieblichen Existenzfrage macht. Warum wird dieser wesentliche Teil unserer Misere bei dieser bitter notwendigen Protestaktion komplett ausgeblendet? Unsere Message sollte sein: Wir sind für fast alle Schandtaten zu haben, wenn die Produktionsstandards europaweit gelten und ihre Einhaltung neutral kontrolliert wird. Importware aus Drittstaaten kommt nur auf den Markt, wenn sie nachweislich nach unseren Standards(Tierwohl-,Ökologie,Sozial-) produziert ist. Bei einer solchen Regelung bräuchten wir keinen Wettbewerb zu scheuen. Den schwarzen Peter könnten wir so wieder dahin schieben, wo er hingehört: Zur Politik!

von Diedrich Stroman

Durchhalten!

Die Bauernherbststürme müssen durch die's Land brausen, die Politiker hoffen auf einen kurzes Aufbrausen der Bauern! Das darf nicht passieren wir haben den Dialog angeboten und werden wie eine Minderheit ausgegrenzt und wie Dumme in die schmudel Ecke gestellt und mit unqualifizierten und desaströsen Gesetzen und Enteignungen einem offenen Weltmarkt geopfert!!Gute fachliche Kompetenz und Praxis wird in dem Sumpf der Politik und Journalie in dieser Republik und EU zu Grabe getragen! Darum und deswegen ist langer Atem notwendig ähnlich den Montagsdemostrationen!!

von Michael Behrens

Friedlich und gehorsam, noch, bzw wie lange noch?

Schulze hat schon im Vorfeld gezeigt, dass Sie nicht mit Bauern reden möchte! "Wir bitten zu Tisch" ist das Motto, mal sehen wer die Einladung annimmt? Ich habe von einigen Regional Politiker gehört das Sie der Einladung folgen. Diese mögen es ehrlich meinen, sind aber an Fraktionszwängen gebunden, deshalb wird sich durch deren erscheinen nichts ändern! Ernüchterung wird das Fazit sein. Dann heißt es auf nach Berlin! Mit allem was wir haben! Das Regierungsviertel dicht machen, samt Kanzleramt! Wer will uns denn aufhalten? Und wir gehen erst wieder wenn was erreicht ist, Agrarpaket usw!

von Matthias Zahn

Punkt 3 sollte an 1 stehen!!!

Die meisten Bauern gehen wegen Punkt 3 auf die Straße! Gemeinsam ein Zeichen zu setzen für einen fairen Umgang ist der wichtigste Punkt für viele. FÜR einen fairen Umgang sollte die Überschrift der Demo sein und nicht "Gegen". Es wird spannend was die Presse aus den Demos macht.....

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