Forschung

Bayern: LfL-Außenstelle für Zukunftsthemen eröffnet

Themen wie Agrarrobotik oder alternative Einkommensfelder behandelt die Landesanstalt für Landwirtschaft jetzt in Ruhstorf an der Rott.

Die „Zukunftswerkstatt“ der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) kann ihre Arbeit im niederbayerischen Ruhstorf an der Rott aufnehmen. Agrarministerin Michaela Kaniber hat am Dienstag die neue Zweigstelle der Landesanstalt auf dem Gutshof in Kleeberg offiziell eröffnet. Dort arbeiten bereits 50 Beschäftigte, bis 2026 soll der Standort auf 200 Mitarbeiter ausgebaut werden.

„An diesem neuen Standort sollen Antworten auf neue Fragestellungen gegeben werden. Es geht um nichts Geringeres als um die Zukunftsfragen unserer Landwirtschaft“, sagte die Ministerin. Das neue Forschungszentrum werde ein wichtiger Impulsgeber für die Landwirtschaft in ganz Bayern sein.

Drei Schwerpunkte

Die Einrichtung in Ruhstorf widmet sich drei zentralen Themenbereichen: Diversifizierung, Digitalisierung und Agrarökosysteme.

Der Bereich Diversifizierung hilft Landwirte bei der Suche nach zusätzlichen Einkommensfeldern für ihren Betrieb und zeigt Alternativen auf.

Digitale Technik, wie zum Beispiel Agrarrobotik, die für eine ressourchenschonenede Landwirtschaft eingesetzt wird, ist ein Teil des Bereichs Digitalisierung. Eine „Future Farm“ wird den Einsatz von den Robotern erproben, ein modernes Datenzentrum wird wertvolle Zahlen aus Forschung und Monitoring für die Praxis aufbereiten.

Umweltverträgliche Produktionsweisen, die an den Klimawandel angepasst sind, werden vom Schwerpunkt Agrarökosysteme entwickelt und erprobt.

Forschung

Die Ministerin gab auch den Startschuss für zwei neue Forschungsprojekte: Das eine beschäftigt sich mit Agrarrobotern, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren, das andere sucht nach Sorten, die sich speziell für den Ökolandbau eignen.

Der Aufbau der LfL-Zweigstelle in Ruhstorf geht auf einen Kabinettsbeschluss aus dem Jahr 2016 zurück. Nach der Entwicklung eines Konzepts für den neuen Standort hat Anfang 2018 eine erste Kopfstelle die Arbeit aufgenommen.

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Artikel geschrieben von

Helena Biefang

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