LVÖ Bayern fordert Konsequenzen aus dem Volksbegehren Artenvielfalt

Der Dachverband der Ökoverbände in Bayern sieht die Politik in der Pflicht, nachdem bereits vor Ablauf des Volksbegehrens Artenvielfalt das erforderliche Quorum erreicht wurde.

Aus Sicht der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e. V. (LVÖ) hat die bayerische Bevölkerung mit der großen Unterstützung für das Volksbegehren zur Rettung der Artenvielfalt der Staatsregierung und dem Landtag einen klaren Auftrag erteilt. „Die Menschen in Bayern möchten, dass wirksame Maßnahmen ergriffen werden, um den dramatischen Verlust der Artenvielfalt zu stoppen – nun ist die Politik am Zug“, resümiert LVÖ-Vorsitzender Hubert Heigl. „Bayern sollte dies als Chance begreifen und zum Vorreiter für den Artenschutz werden“, so Heigl weiter.

Teil eines wirksamen Maßnahmenbündels zur Bewahrung der Artenvielfalt müssten ambitionierte Ziele für den weiteren Ausbau des Ökolandbaus sein, wie sie das Volksbegehren formuliert habe. Der Politik stünden in den Bereichen Forschung, Bildung, Förderung und Markt eine ganze Reihe von wirksamen Instrumenten zur Verfügung, um den Ökolandbau gemeinsam mit Landwirtschaft und Bio-Branche am Markt orientiert weiterzuentwickeln. „Hier muss Bayern entschlossen vorangehen“, fordert Heigl.

Artenschutz gemeinsam mit der Landwirtschaft

Völlig klar sei aus Sicht der LVÖ Bayern, dass der Erhalt der Artenvielfalt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung ist. Dennoch komme der Landwirtschaft eine besonders hohe Verantwortung zu, weshalb Artenschutz nur gemeinsam und im Dialog mit den Bäuerinnen und Bauern gelingen könne. Die LVÖ werde sich weiterhin konstruktiv in die Diskussion einbringen, insbesondere in dem von Ministerpräsident Markus Söder angekündigten Runden Tisch. „Wir hoffen, dass dieser zu guten Ergebnissen für die Artenvielfalt und die Landwirtschaft in Bayern führen wird“, betont Heigl.


Diskussionen zum Artikel

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von Gerhard Lindner

Lebt und verdient Herr Heigl sein Ggeld als Vorstand von der Landwirtschaft oder von vielen Beitragszahlern. Weg mit den Besserwissern und Schmarotzern kosten uns nur unnötig Geld.

von Thomas Blöthner

Der Herr Heigl

kann das gerne haben, er muss nur die Milch der vielen Betriebe an die Molkerei, ins Regal und an den Kunden bringen die gerne umstellen möchten. Viele versuchen einen Absatzweg zu finden, haben aber keine Molkerei dafür. Reden kann man viel .......! lg

von Rudolf Rößle

Es

hätte kein Volksbegehren gegeben, wenn die verschiedenen Organisationen mit der Regierung und dem BBV einverstanden gewesen wären. Das gibt harte bittere Verhandlungen. Ausgleichsgelder werden wie immer nur am Rande diskutiert werden. Großer Anspruch zu niedrigem Preis.

von Heinrich Roettger

Wasch mich , aber mach mich nicht nass!

Jeder der seine Unterschrift darunter setzt , sollte auch mit dem Erwerb eines Blütenzertifikates bei einem Bauern seines Vertrauens seinen eigenen finaziellen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.

von Paul Siewecke

Nicht nur die Landwirtschaft alleine...

jeder muss dann auch seinen Beitrag leisten! Auch der Häusle-Besitzer sollte dann überlegen, wie er seinen Vorgarten gestaltet: ausschließlich Beton, Kies und Kurzrasen rund ums Haus sollte dann der Vergangenheit angehören!

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