Artenschutz

Mehr Blühflächen in Bayern

Rund 15 000 ha Blühflächen legen die bayerischen Landwirte in diesem Jahr an. Dadurch könnte das Saatgut knapp werden.

Die Bauern legen in Bayern in diesem Jahr noch mehr hochwertige Blühflächen an. Laut Landwirtschaftsministerium hätten die Betriebe Neuverpflichtungen für rund 3 000 ha einjährige Blühmischungen und für etwa 12 000 ha fünfjährige Blühflächen abgeschlossen.

Insgesamt bestünden damit im Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) Verpflichtungen von fast 4 000 ha einjährigen und rund 19 000 ha mehrjährigen Blühflächen.

Saatgut beliebt und knapp

Wegen der großen Nachfrage werde das regionale Saatgut an manchen Stellen knapp, so das Ministerium. Während das Saatgut für die einjährigen Blühmischungen reichen dürfte, sei am Markt für fünfjährige Blühmischungen nur ein Teil des benötigten Qualitätssaatguts vorhanden. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber forderte deshalb alle Marktbeteiligten auf, pragmatische Lösungen zu entwickeln: „Alle Landwirte, die die ökologisch besonders wertvollen, fünfjährigen Qualitätsblühmischungen im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms anlegen wollen, sollen auch im Jahr 2020 in dieses Förderprogramm einsteigen können.“

In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und den Nutzern der „Qualitätsblühmischungen Bayern“ (QBB) ist es nach Angaben des Ministeriums nun gelungen, zwei neue mehrjährige Sondermischungen zu entwickeln.

Landwirte für Artenvielfalt

Das Engagement der Landwirte zeige, wie verantwortungsbewusst die Landwirte für mehr Artenvielfalt sorgen würden, erklärte Kaniber. Denn die Blühwiesen bieten dem Agrarressort zufolge nicht nur Nektar und Pollen für Insekten, sondern auch Wildtieren Deckung und Nahrung. Der Schwerpunkt der Blühmischungen liege auf Arten, die im ökologischen Kreislauf eine bedeutende Rolle spielen und aus der Region stammen.

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Wegen des Volksbegehrens Artenvielfalt passt Bayern das Kulturlandschaftsprogramm in diesem Jahr an. Wir zeigen, was sich für die Antragsteller konkret ändert.


Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Ironie

Davon kann man sicher eine gute Wildkräutersuppe oder einen Salat machen...

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