Bayern

Mortler begrüßt NextGenerationEU-Programm

Die europäische Kommission will den EU-Haushalt nutzen, um dem Agrarsektor sowie den ländlichen Gebieten im Zuge der Corona-Krise zu helfen.

Der Agrarausschuss hat gestern über das Programm NextGenerationEU und Recovery Instrument für die ländliche Entwicklung abgestimmt. Europaabgeordnete und Agrarpolitikerin Marlene Mortler begrüßt das Programm und betont, wie wichtig die Förderungen auch für die bayerische Agrarpolitik sind.

Bereicherung für ländliche Räume

„Unsere Landwirtschaft bietet ein enormes Potenzial, gerade im Hinblick auf den Europäischen Green Deal. Sie ist nämlich die einzige Branche, die Sauerstoff produziert und Kohlenstoffdioxid bindet! Daher freue ich mich, dass die zweite Säule (ELER) zusätzlich mit rund 8 Milliarden Euro aus NextGenerationEU gestärkt wird. 55 Prozent dieser Mittel sollen für Investitionen in die Zukunft und 37 Prozent für sogenannte grüne Maßnahmen verwendet werden.“

Den Mitgliedstaaten stehen im Rahmen des neuen European Recovery Instrument (ERI) zusätzliche Mittel zur Verfügung, um dem stark betroffenen Agrar- und Lebensmittelsektor im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie unter die Arme zu greifen. Laut Mortler wird diese Hilfe für die Jahre 2021 und 2022 bereitgestellt und steht ab dem 1. Januar 2021 unverzüglich zur Verfügung.

Die Programme der EU seien für die bayerische Agrarpolitik unabdingbar, so Mortler. Denn schon jetzt leisten die Landwirte einen großen Beitrag für Boden-, Erosions-, Klima-, Wasser- und Gewässerschutz. Außerdem tragen die bayerischen Bäuerinnen und Bauern mit Direktvermarktung, Urlaub auf dem Bauernhof, Bauernhofgastronomie, Bauernmärkte oder Bauerngolf zum Wohlbefinden der Bevölkerung durch Naherholung bei. Gerade für die ländlichen Räume sei diese Vielfalt wichtig.

Die Redaktion empfiehlt

Mit einer abgestimmten Position gehen EVP, S&D sowie die Macron-Partei Renew Europe in die bevorstehende Abstimmung zur GAP-Reform im EU-Parlament kommende Woche

Gezerre im EU-Parlament: GAP-Reformvorschläge liegen seit 4 Jahren auf dem Tisch. Neue Vorschläge des Green Deals sollten Berücksichtigung finden, fordern Europas Grüne

Schlachthof Sögel läuft

Otte-Kinast will Ampelsystem für Betriebsschließungen

vor von Alfons Deter

Die vorübergehende Schließung des Tönnies-Betriebs Sögel hatte die Folgen aufgezeigt. Ministerin Otte-Kinast will nun ein Ampelsystem, das Entscheidungen über Schlachthof-Schließungen regelt.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen