Tierschutz

Nach Stallvideo: Käserei Champignon nimmt Milch nicht mehr

Nach einem "Report Mainz"-Bericht über mutmaßliche Tierschutzverstöße auf einem Allgäuer Milchviehbetrieb stellt das Unternehmen die Milchabholung ein.

Nach einem Beitrag in der ARD-Sendung "Report Mainz" über einen Unterallgäuer Milchviehbetrieb will die Hofmeister GmbH & Co. KG, bekannt als Käserei Champignon aus Lauben, keine Milch mehr von dem Betrieb annehmen.

In einer Online-Stellungnahme verweist das Unternehmen auf "ethische und moralische" Bedenken. Man sei von den Vorfällen sehr betroffen und bekenne sich zum Tierwohl. Zuletzt habe die Firma im März kontrolliert, ob der Betrieb die vereinbarten Standards in der Milchproduktion einhält.

Auf Nachfrage von top agrar ergänzte das Unternehmen: "Tierschutzverstöße sind durch uns nur bedingt überprüfbar und liegen in der Verantwortung der Veterinärämter. Die Molkereien werden erst bei aus Sicht des Veterinäramtes gravierenden Verstößen oder einer Sperrung des Betriebes informiert. Daher haben wir keine Kenntnis von den vom Amt festgestellten Missständen erhalten. Wir nehmen den Vorfall zum Anlass, die bisherigen Kontrollen neu zu bewerten."

Auch Vion, das den von dem Betrieb belieferten Schlachthof in Buchloe betreibt, will "bis zur Klärung der Verstöße" keine Tiere von dem Betrieb mehr annehmen.

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Diskussionen zum Artikel

von Johann Schmid

Realitätsfern&Lügenpresse

Wenn ich die Kommentare hier so lese von ehemaligen Tierhaltern, das Video ansehe, fällt mir sonst nichts mehr ein. Vergessen wohl alle ordentlichen und erwachsenen und arbeitenden Menschen wie es bei einem Ort von 800 Menschen so aussieht. Immer wieder werden leider welche sterben, ... mehr anzeigen

von Erwin Imschloss

Kontrollen zu bürokratisch

Um Schwarze Schafe herauszuholen wären gerade bei Großbetrieben dringend mehr unangemeldete Kontrollen auch zu unangenehmen Zeiten (Melkzeit) nötig. Für Beamte und sonstige Kontrolleure ist es natürlich sehr bequem um 10 Uhr (wenn alles sauber und aufgeräumt ist) zu kommen, 15 ... mehr anzeigen

von Gerhard Rieder

Geschlossen

gehören solche Betriebe! Hier geht es nur um das Ego des Betriebsleiters, die Ursache liegt meist in einem "euch werd ich es zeigen wie Landwirtschaft geht" . Alles auf Kosten der Tiere und der ausländischen Mitarbeiter. Das hat aber rein gar nichts mit der Betreibsgröße zu tun, ... mehr anzeigen

von Thilo Frankfurth

Berichterstattung...

natürlich lässte die Art der Berichterstattung zu wünschen übrig und auch das der Name des Betriebs gleich im Internet kursiert! Aber man sollte nicht vergessen, dass wir es hier mit Lebewesen zu tun haben, für dessen Haltungsbedingungen, bzw. dem Umgang der Tierhalter die ... mehr anzeigen

von Hans Nagl

Unschuldsvermutung ???

Das traurige dabei ist doch das Bauern 100te von Handfesten usw. halten für ein besseres Image, und dann so ein Betrieb das alles zunichte macht. Die ganze Sache ist doch wieder ein Super Webung für Vegane und Vegetarische Produkte.

von Harald Butenschön

Unschuldsvermutung?

In Deutschland gilt auch für Vergewaltiger, Mörder und Kinderschänder die Unschuldsvermutung. Für Bauern ist so ein Luxus wohl nicht mehr gegeben...

von Willy Toft

Skandal um jeden Preis! Tierschutz muss sein, aber der Pranger lässt grüßen!

Wie hier mit einem Betrieb umgegangen wird, der offensichtlich Tierschutzverstöße begangen hat, ist eine Vorverurteilung, die wir aus grauen Vorzeiten kennen! Die Beurteilung der Lage sollten wir alle den zuständigen Behörden überlassen. Nach den Bildern, kann man da nichts ... mehr anzeigen

von Matthias Zahn

Tierschutz schön und gut.....

Aber ich gebe meinen Vorrednern damit Recht, dass die Ahndung solcher Verstöße in die Hände der Behörden gehört. Alles andere ist Selbstjustiz und nicht akzeptabel....

von Hans Nagl

Kommentare in der Süddeutschen eine Ka..........

https://www.sueddeutsche.de/politik/tierschutz-landwirtschaft-kuehe-stall-tierquaelerei-leserdiskussion-1.4517579

von Eckehard Niemann

Hintergrund-Informationen zum Betrieb

Im Jahre 2006 war Franz Endres von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) zu den DLG-Unternehmertagen als Referent eingeladen: „Mehr Rendite durch Spezialisierung – Milch günstig produzieren und gekonnt vermarkten“ – so der Titel seines Vortrags (siehe Link zu ... mehr anzeigen

von Andreas Demann

Habe den Bericht gestern Abend gesehen und war sprachlos. Sicherlich gibt es auf einem Betrieb mit so ca. 1500 Kühen auch mehr kranke Tiere. Aber wie dort mit den Tieren umgegangen wird geht im wahrsten Sinne auf keine Kuhhaut. Wie kann es sein das bereits notgetötete Kühe noch am ... mehr anzeigen

von Paul Siewecke

bei aller Tierliebe...

Tierschutzverstöße haben die zuständigen Behörden aufzuklären und ggf. zu ahnden. Was hier mit diesem Betrieb gemacht wird ist öffentliche Selbstjustiz und eines Rechtsstaates unwürdig! Wenn z.B. an den Videos nicht so viel dran ist wie behauptet, wer kommt dann für den ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Gekühlte Transporter

Wer hat dem Betrieb das Angebot gemacht, Tiere getötet noch zu transportieren? Verunglückte oder kranke Tiere gehören behutsam in die Krankenbox transportiert ( auf weichen Ziehmatten), was bei diesem Gewicht nicht immer leicht ist und mehrerer Personenhilfe bedarf oder direkt vom ... mehr anzeigen

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