Bayern

Petition: Strengere Vorgaben für bayerisches Herkunftssiegel

Umweltverbände, kirchliche Organisationen und die AbL fordern strengere Vorgaben für die Vergabe des bayerischen Qualitäts- und Herkunftssiegels „GQ Bayern“.

Am vergangenen Donnerstag startete die Petition für die Aktualisierung der Qualitätsbestimmungen des staatlichen Siegels GQ Bayern für den tierischen Produktbereich. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Umweltverbände und kirchlichen Organisationen schlossen sich dafür zu einem Bündnis zusammen.

Mehr betriebseigenes Futter

Notwendig sei dem Bündnis zufolge unter anderem die Aufnahme von Vorgaben für Futtermittel in den Kriterienkatalog. Es reiche nicht aus, wenn die Tiere in Bayern aufgezogen, verarbeitet und geschlachtet würden. Als bayerisches Tierprodukt könne ein Erzeugnis nur dann gelten, wenn auch Futtermittel aus Bayern eingesetzt worden seien. Bisher sähen die Vorgaben für das Siegel die „Verwendung qualitätsgesicherter Futtermittel“ vor.

Die Organisationen fordern, dass künftig 50 % der Futtermittel vom eigenen Betrieb stammen müssen. Damit werde auch gezeigt, dass es sich um eine flächengebundene Haltung handle. Ferner dürfe kein Futtermittel aus Übersee eingesetzt werden, außerdem soll das Futter aus gentechnikfreier Produktion stammen. Darüber hinaus müssten verbesserte Haltungsbedingungen über dem gesetzlichen Mindeststandard eingefordert werden.

Die Petition an die Landesregierung kann in den kommenden zwei Monaten hier unterzeichnet werden.

Die Redaktion empfiehlt

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.