Schlachthof-Sterben beschleunigt sich

In Bayern machen immer mehr Metzgerschlachthöfe dicht. Mitte Juni stellte z. B. der private „Regionale Schlachtbetrieb Lauf“ im Landkreis Nürnberger Land die Schlachtungen ein. Der Mitte der 90 er Jahre errichtete Betrieb schlachtete bis vor wenigen Jahren noch rund 1 200 Schweine pro Woche.

In Bayern machen immer mehr Metzgerschlachthöfe dicht. Mitte Juni stellte z. B. der private „Regionale Schlachtbetrieb Lauf“ im Landkreis Nürnberger Land die Schlachtungen ein.

Der Mitte der 90 er Jahre errichtete Betrieb schlachtete bis vor wenigen Jahren noch rund 1 200 Schweine pro Woche. Die Kunden waren vorwiegend Metzgereien. Diese müssen jetzt an weiter entfernt gelegene Schlachthöfe ausweichen.

Insgesamt hat sich der Strukturwandel der bayerischen Schlachtbetriebe in den letzten Jahren dramatisch beschleunigt. „Von 2016 bis 2017 ging die Zahl der Betriebe um 150 auf ca. 1 450 zurück“, berichtet Dr. Peter Sutor, Leiter des Instituts für Ernährung und Markt an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Zwischen 2013 und 2016 sperrten jährlich 45 Betriebe zu.
 
Diese Meldung stammt aus der neuen Südplus, die dieses Wochenende erscheint.


Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Wo bleibt die "Politik"?

Man hört nichts von Tierschutzbund und den Grünen. Insbesondere sieht man von beiden auch keine Hilfen zum Erhalt des oder der Schlachthöfe. Reden ist nun mal leichter als etwas tun. Robert Habeck hat es schon mal erkannt: "Die Wirklichkeit ist viel komplizierter als die Idee einer ... mehr anzeigen

von Paul Maier

Dieser Trend beschränkt sich nicht auf Bayern.

Der Hauptgund ist wohl in den gesetzlichen Anforderungen für solche Betriebe zu suchen. Aber gerade jene Gruppen, die vehment gegen die Schlachtviehtransporte ankämpfen sind es auch gewesen, die für die ständige Verschärfung der Vorschriften sorgten und sich nun nicht mehr an die ... mehr anzeigen

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